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Neujahrsempfang des GdG-Rates der Pfarrei St. Marien

GdG-Rat der Pfarrei St. Marien : Auf Neues einlassen und Bewährtes neu beleben

Erstmals hatte der GdG-Rat der Pfarrei Marien zu seinem Neujahrsempfang nicht nach Wassenberg, sondern nach Birgelen eingeladen. Ihm voran gingen ein Gottesdienst in der dortigen Kirche St. Lambertus und ein kleiner Umzug, angeführt vom Trommler- und Pfeiferkorps, in die Aula der Grundschule.

Dort konnte Gitta Heckers als Vorsitzende des GdG-Rates zahlreiche Besucher aus Kirche, Politik und Verwaltung sowie aus der Bevölkerung begrüßen. Das Jahr 2019 sei sicherlich noch kein bewährtes Lebensmodell, führte sie aus, aber nach nun schon zwei Wochen im neuen Jahr könne man feststellen: „Es lässt sich leben in diesem Jahr.“ Ziel sei, auch dieses neue Jahr für Pfarrei und Stadt erfolgreich zu gestalten. Mit Kreativität, Energie und auch mit Träumen gelte es, sich auf Neues einzulassen und Bewährtes neu zu beleben. „Gott ist kein Supermann“, fügte sie hinzu. „Aber auf ihn können wir unser Leben aufbauen.“

Mitgebracht hatte sie einen großen Korb voller ganz unterschiedlicher Früchte, die sie stellvertretend für ganz unterschiedliche Einrichtungen oder Prozesse in der Pfarrei und in der Stadt sah, etwa die vielen bunten Beeren für die Vereine und Gruppen, die Schalenfrüchte für die unterschiedlichen Veranstaltungen. Für den synodalen Prozess im Bistum Aachen sah sie die Kokosnuss. „Noch weiß niemand, ob das eine harte Nuss wird, die uns das 2021 treffen wird, ob wir uns daran die Zähne ausbeißen“, sagte sie.

Gitta Heckers hielt die Zitrone hoch für alles, was nicht gut läuft in der Kirche, oder die Melone, deren Kerne Sinnbild seien für die Menschen, die sich für die Verkündigung des Evangeliums stark machen würden. Schließlich hatte sie noch Trauben mitgebracht als Symbol für die Begegnung und die Auseinandersetzung mit Gott.

So oft werde die Zeit im Gottesdienst von Menschen als reine „Lebenszeitverschwendung“ disqualifiziert, erklärte Propst Thomas Wieners, während Messdiener dieses Wort mit all seinen einzelnen Buchstaben, einzeln aufgereiht an einer Schnur, auf der Bühne präsentierten. „Aber wo kämen wir denn hin, wenn wir dem Glauben keine Rolle mehr zugestehen würden?!“, fragte er provokativ, nahm eine Schere, schnitt die drei Buchstaben „sch“ aus dem Wort heraus, was so zu „Lebenszeitverwendung“ wurde. „Es lohnt sich, auch dem Glauben seinen Platz einzuräumen“, betonte er dabei.

Er freue sich sehr, dass auch die Stadt auf dem Empfang von St. Marien vertreten sein dürfe, erklärte Bürgermeister Manfred Winkens in seinem Grußwort. Sein Dank ging dabei an Gitta Heckers, die bereits in ihrer Rede auch über das Engagement der Stadt etwa in puncto Veranstaltungen berichtet habe. Stadt und Kirche würden in Wassenberg sehr viel gemeinsam machen. „Ich hoffe, es bleibt so“, wünschte sich der Bürgermeister.

Aus Sicht der Stadt begann er seinen Ausblick auf 2019 mit dem „super Haushalt“ und dem letzten Teilstück der Graf-Gerhard-Straße. Dieses könne jedoch erst fertiggestellt werden, wenn die Umgehungsstraße fertiggestellt sei, erklärte er. Zuversichtlich zeigte er sich jedoch, dass damit noch in diesem Jahr begonnen werden könne. Weiterhin erwähnte er den „Lückenschluss Gartenachse“. So werde die Zufahrt zur Burg saniert, der Fußweg ebenso erneuert wie die Parkplätze. Darüber hinaus werde auch die Verbindung von der Gartenachse Richtung Roßtor für die Fußgänger geschlossen.

„Viele Menschen besuchen unsere Stadt“, so Winkens, und „letztes Ziel“ müsse sein, dass sich die Menschen in Wassenberg wohlfühlen würden, dass sie dort gerne leben würden. „Ich hoffe, dass Sie hier alle so denken“, erklärte er den anwesenden Wassenbergern.

Das Trommler- und Pfeiferkorps Birgelen, das schon für einen festlichen Einzug in die Halle gesorgt hatte, spielte dann während des Empfangs ebenso noch einmal auf wie der Musikverein Birgelen.