Selfkant: Neujahrsempfang der Gemeinde Selfkant und des Gewerbeverbands

Selfkant : Neujahrsempfang der Gemeinde Selfkant und des Gewerbeverbands

Ein Anliegen der jeweiligen Bundesregierung ist es stets, Brücken zu bauen. Ganz im Westen Deutschlands, im Großraum Gangelt/Selfkant und Sittard, stehen die Bürgermeister bereits mitten auf der Brücke. Dies war eine der erfreulichen Erkenntnisse des Neujahrsempfangs von Gemeinde Selfkant und Gewerbeverband Selfkant.

Selfkants Bürgermeister Herbert Corsten begrüßte im Rathaus rund 150 geladene Gäste aus Kirche, Wirtschaft, Politik und Sport. Ein herzlicher Willkommensgruß ging an die beiden Amtskollegen Sjraar Cox von der Gemeinde Sittard-Geleen und Herbert Tholen (Gangelt) sowie Andrea Jentgens (Regionalmanagerin Westzipfelregion). Corsten lobte die harmonische Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gangelt, bezeichnete Sittard als ein Herzstück von Südlimburg und erwähnte eine zunehmend enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden Echt-Suesteren/NL sowie mit der Gemeinde Maaseik/B. Gemeinsam werde hier Europa gelebt. Ferner sah Herbert Corsten in der neuen Mitgliedschaft in der Euregio Maas-Rhein-Nord eine Belebung der Region.

Zeit für Gespräche: (v.l.) Kreistagsabgeordneter Gerd Krekels und Förster Wolfgang von der Heiden. Foto: Heinz Eschweiler

In seiner Rede sprach Corsten von einem Aufschwung im Selfkant auch dank großer Fördermöglichkeiten. Aufgrund guter und überzeugender vorbereitender Verwaltungsarbeit und dank der Unterstützung durch die Ratsmitglieder seien Fördergelder von mehr als zehn Millionen Euro zu verbuchen. Der Selfkant sei in dieser Hinsicht stets auf Ballhöhe, bemühte Corsten ein Bild aus dem Fußball. Investiert werde in zukunftsträchtige Projekte wie unter anderem das Feuerwehrwesen, Schulen, Kindergärten, in den Ausbau der Wirtschaftswege, die Erweiterung des Bauhofs, in Neubaugebiete, Tourismus, Nahversorgung, das Vereinsleben und in Dorfgemeinschaftshäuser. Auch die Zusammenarbeit mit den Gemeinden Gangelt, Waldfeucht und der Stadt Heinsberg im gemeinsamen Verbund „Westzipfelregion“ sei vorbildlich.

Reges Interesse: Der Besuch des Neujahresempfangs im Rathaus in Tüddern sollte sich lohnen. Foto: Heinz Eschweiler

Kunibert Latour, Vorsitzender des Gewerbeverbandes Selfkant, spürte eine weitere positive Entwicklung im Gewerbe und Handel. Derzeit seien 116 Mitglieder im Gewerbeverband Selfkant organisiert. Latour möchte hier die „Schallmauer“ von 125 Gewerbetreibenden bis 2019 durchbrechen. „Wir sind in allen Branchen gut aufgestellt, angefangen mit einem starken Handwerk (30 Betriebe) und Handel (25) bis Immobilien mit fünf Mitgliedern.“

Für das Jahr 2019 ist die 7. Leistungsschau angesagt, hier möchte sich der Gewerbeverband erneut von seiner besten Seite zeigen.

Im Jahre 1998 war auf der 4. Selfkantschau im Selfkant der Grundstein des Zipfelbundes durch die Bürgermeister besiegelt worden.

Für Wirtschaft und Arbeitnehmer

Regionalmanagerin Andrea Jentgens hielt eine flammende Rede mit Schwerpunkt Netzwerk „Cittaslow“. Dieses sei eine Chance, den Selfkant noch lebenswerter zu gestalten.

Sittards Bürgermeister Sjraar Cox lobte die Nahversorgung speziell im Tüdderner Gebiet „In der Fummer“, das auch von niederländischen Kunden stark frequentiert wird. Für Cox bietet die mehr und mehr zusammenwachsende Grenzregion Sittard/Selfkant viele Möglichkeiten. Dies eröffne nicht zuletzt Wirtschaft und Arbeitnehmern gute Chancen, betonte der Erste Bürger der niederländischen Nachbarkommune.