Erkelenz: Neues Nachschlagewerk für Senioren in Erkelenz

Erkelenz: Neues Nachschlagewerk für Senioren in Erkelenz

Der Wegweiser für Senioren erscheint in einer überarbeiteten Auflage von 3000 Stück neu. Auf mehr als 60 Seiten sind wichtige Tipps und Informationen zu verschiedenen Themen gesammelt. Wohnen im Alter, Pflege, Sport, Geselligkeit sowie verschiedene Hilfsangebote für Senioren sind in der Broschüre erläutert. Dazu gibt es Telefonnummern und Ansprechpartner.

Die Senioreninitiative hatte schon vor 17 Jahren mit einem „Heftchen“ begonnen, das sich in Zusammenarbeit mit der Stadt zu einer gedruckten Broschüre entwickelt hat, die über das Leben in Erkelenz als Senior informiert. Die erste Auflage aus dem Jahr 2014 war fast vergriffen, als Jürgen Seeler von der Senioreninitiative mit der Bitte an die Stadt herantrat, eine neue Auflage der praktischen Broschüre zu unterstützen. Die Organisation übernahm Friederike Grates, die im Büro des Verwaltungsvorstandes für die Presse und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Der Wegweiser für Senioren hält eine Fülle von Informationen bereit. Etwa zu den Themen Pflege (l.) und Sport (r.). Friederike Grates, Dr. Hans-Heiner Gotzen, Jürgen Seeler, Klaus Labahn, Rainer Kleinjohann und Bürgermeister Peter Jansen (kleines Foto v.l.) stellen ihn vor. Foto: dpa

Die Bearbeitung dauerte rund ein Jahr. Das liegt auch daran, „dass sich etwas tut in Erkelenz“, wie Bürgermeister Peter Jansen bei der offiziellen Vorstellung des Wegweisers im Rathaus betonte. Die Gesellschaft entwickele sich in allen Bereichen weiter, erklärte er. Dies spiegele sich im Angebot des Wegweisers wider, weiß auch Jürgen Seeler von der S.I.E..

Friederike Grates und Dr. Hans-Heiner Gotzen (Stadt Erkelenz), Jürgen Seeler, Klaus Labahn, Rainer Kleinjohann (S.I.E.) und Bürgermeister Peter Jansen mit dem neuen Seniorenwegweiser. (v.li.) Foto: hewi

Neben einem Stadtporträt liegt der Fokus auf dem Thema „Aktiv bleiben“ durch Kultur, Geselligkeit, Sport und Bildung. Das Anliegen der S.I.E. sei es, den Menschen zu ermöglichen, möglichst lange selbstständig und in den eigenen vier Wänden zu leben.

Dafür hat die Initiative schon immer die zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten genutzt, zum Beispiel mit der Telefonkette. Einmal am Tag wird die Kette aktiviert und der Reihe nach rufen die Teilnehmer sich an. Wird die Kette unterbrochen und geht bis zu einer bestimmten Uhrzeit kein Anruf ein, könnte ein Problem vorliegen.

Neben der Druckauflage des Wegweisers setzt die S.I.E. auch auf das Internet als Informationsmedium. „Der Umgang der Senioren mit den Onlinemedien hat sich geändert“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Initiative, Rainer Kleinjohann. „Sie informieren sich aktiv und können mit den Medien umgehen.“

Das Thema Ehrenamt und ehrenamtliches Engagement wird im Wegweiser ebenso behandelt wie Wohnen im Alter, finanzielle Unabhängigkeit sowie Krankheit, Hilfe und Pflege oder die richtige Versorgungsvollmacht. Abgerundet wird das Nachschlagewerk durch ein Adressbuch mit nützlichen Einrichtungen von Freizeit und Aktivität bis Pflege und Beratung.

Das Internetangebot soll aber auch zu einer Plattform des Austauschs und der Anregung werden, betonte Seeler. Trotzdem sei die Druckausgabe des Wegweisers sehr wichtig, „denn damit erreichen wir auch die Senioren, die offline sind“.

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