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Neues Mobiliar für die Hückelhovener Mensa

Nach 20 Jahren wackelig : Neues Mobiliar für die Hückelhovener Mensa

Die Stühle wackeln, die Tische sind abgenutzt und verschlissen. Zudem reichen sie bei der momentanen Auslastung von täglich rund 160 Schülern die in der Mittagspause eine Mahlzeit zu sich nehmen, nicht mehr aus.

Als die ersten Schüler vor jetzt gut 50 Jahren in das nagelneue Hückelhovener Gymnasium einzogen, galt der von Professor Christoph Parade entworfene Bau als Vorzeigeobjekt des gerade um sich greifenden neuen Architekturstils „Beton brut“: Die Betonung der Konstruktion durch Sichtbeton, simple geometrische Formen und dadurch resultierende grobe Gliederung der Gebäude.

Für die bis dahin von Kohle geprägte Stadt war die neue höhere Lehranstalt mitten im noch nicht existierenden Zentrum auch ein Versprechen in die noch ungewisse Zukunft: Die Schule öffnet sich zur Stadt – die Stadt öffnet sich der Bildung. Der Grundsatz gilt heute, also ein halbes Jahrhundert später, immer noch – aber es müssen Stellschrauben gezogen werden, die gesellschaftlichen Veränderungen haben auch den schulischen Alltag nicht ausgeklammert.

Längst ist das Gymnasium eine Ganztagsschule geworden, in dessen Räumen sich die Schüler von morgens bis in den späten Nachmittag hinein aufhalten. Und in dem die Schüler deshalb auch verpflegt werden müssen. Einen Raum für die Mensa aber hatte das vor 50 Jahren entstandene Konzept von Professor Parade im Gymnasium nicht vorgesehen: Der Mensabetrieb des Gymnasiums ist im Zwischenraum des Foyers der Aula und der Mehrzweckhalle untergebracht, also dort, wo bei Veranstaltungen die Garderobe abgegeben wird. Kein optimaler Raum für die pädagogisch wie psychologisch gewünschte entspannende Nahrungsaufnahme zwischen den Unterrichtseinheiten.

„Eine neue Mensa für das Gymnasium zu bauen, ist nicht sinnvoll“`, sagte Thorsten de Haas in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses, ohne dabei auch nur den Kostenfaktor erwähnen zu müssen. „'Aber“`, sagte er weiter, „wir können die Aufenthaltsqualität des vorhandenen Mensabetriebes deutlich verbessern“. Beispielsweise durch die Erneuerung des Mobiliars.

Die vorhandenen mobilen Tische und Stühle sind mehr als 20 Jahre alt, es ist noch die Erstausstattung für die gymnasiale Mensa. Die Stühle wackeln, die Tische sind abgenutzt und verschlissen – und das Mobiliar reicht zudem bei der momentanen Auslastung von täglich rund 160 Schülern, die in der Mittagspause dort eine Mahlzeit zu sich nehmen, nicht mehr aus.

Die Mitglieder des Schulausschusses waren ohne lange Diskussion deshalb einstimmig dafür, 28 neue Tische und 140 neue Stühle für die Mensa des Gymnasiums anzuschaffen. Kostenpunkt: rund 16.000 Euro. Über die Runderneuerung des Mobiliars war auch schon im April im so genannten Verpflegungsausschuss diskutiert worden. Der ist für das Hückelhovener Gymnasium aufgrund einer Empfehlung der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW, die von der Verbraucherzentrale und dem Schulministerium in Düsseldorf gegründet wurde und die Schulträger, also die Stadt Hückelhoven, in Sachen Schulverpflegung berät, eingerichtet worden. Der Verpflegungsausschuss setzt sich aus Vertretern der Schüler, der Eltern, der Schulleitung, den Mensakräften, des Schulverwaltungsamtes sowie dem Caterer des Mensaessens zusammen und soll, neben der Ausarbeitung konstruktiver Verbesserungsvorschläge für den Mensabetrieb allgemein, vor allem eine gute Qualität der Schulverpflegung dauerhaft sicherstellen.

Einem ganz konkreten Wunsch, den die Eltern in dieser ersten Sitzung des Verpflegungsausschusses formuliert hatten, entsprachen die Mitglieder des Schulausschusses jetzt einstimmig: Mit Beginn des neuen Jahres wird es ein Salatbuffet als Ergänzung zu der üblichen Mahlzeit geben. Zunächst in einer sechswöchigen Testphase. Sollte das Buffet gut angenommen werden, wird man dauerhaft für rund 3000 Euro eine professionelle Gastro-Salatbar in der Mensa des Gymnasium installieren. Die wird sich dann sicher auch irgendwie nahtlos in den Architekturstil des „'Beton brut“ einfügen...