Neues Führungstrio an der Wegberger Realschule

Wegberger Realschule : Neues Führungstrio will Stärken und Baustellen erkennen

Die Edith-Stein-Realschule hat eine neue Schulleitung. Neben der stellvertretenden Konrektorin Kerstin Rückwald sind seit Februar Schulleiter Christoph Scholz und die erste Konrektorin Heike Engelmann an Bord.

Scholz tritt die Nachfolge von Karin Viethen an, Engelmann die von Peter Spieß. Scholz und Engelmann erläuterten nun ihre Ideen einer neuen Schulkultur am Edith-Stein, zu der neben der individuellen Förderung, Teamwork und der Stärkung des sozialen Miteinanders durch einen respektvollen Umgang auch eine neue und aktiv mit den Ausbildungsbetrieben vernetzte Berufsorientierung gehört.

Die 43-jährige Engelmann wohnt in Mönchengladbach, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ihre beruflichen Stationen führten sie über die Gesamtschule Ratingen und das Cusanus-Gymnasium Erkelenz zur Sekundarschule Jüchen, deren Transfer zur Gesamtschule sie begleitete. Darüber hinaus war sie im Regionalen Bildungsnetzwerk Mönchengladbach aktiv. Sie betrachte Schule als „Ort des Lebens“, betont die bekennende Teamarbeiterin.

Neben der individuellen Förderung und dem Netzwerken sieht sie ebenso wie Schulleiter Scholz einen Schwerpunkt in der Einführung digitaler Medien in den Schulalltag. Auf Basis eines bedarfsorientierten Medienkonzeptes soll mit der Digitalisierung der Schule im kommenden Jahr begonnen werden, bestätigt Fachbereichsleiter Gerd Pint, der gemeinsam mit Bürgermeister Michael Stock und der Beigeordneten Christine Karneth zur offiziellen Begrüßung der beiden „Neuen“ gekommen war. Seit Mitte Februar sind sie schon an Bord und schwärmen von dem warmen Empfang an der Edith-Stein-Realschule.

Christoph Scholz war erst vor zwei Jahren als Leiter der Wegberger Hauptschule angetreten. Zuvor hatte der 42-Jährige erste Lehrerfahrungen an der Oberbrucher Hauptschule gesammelt und 2014 deren Leitung angetragen bekommen, bevor er in gleicher Position nach Wegberg an die Schule am Grenzlandring wechselte. An der Edith-Stein-Schule hatte er die Möglichkeit, eine größere Schule zu leiten und diese Chance ergriffen. Der zweifache Vater wohnt mit seiner Familie in Wassenberg und ist ein bekennender Befürworter des dreigliedrigen Schulsystems. Die Schule am Grenzlandring habe er „mit einem lachenden und einem weinenden Augen“ verlassen, erklärte er.

Nun liegt eine Menge Arbeit vor dem neuen Führungstrio. Denn nun gelte es, eine Bestandsaufnahme zu machen und Stärken und Baustellen gleichermaßen zu erkennen. „Wir wollen und brauchen nicht alles auf links zu drehen“, betonte Scholz. Denn die Kultur des Miteinanders sei an der Schule sehr ausgeprägt. Auch die Digitalisierung solle mit Augenmaß und an den realen Bedürfnissen der Schule orientiert sein. So müssten nicht in allen Klassen die digitalen Whiteboards die herkömmlichen Tafeln ersetzen. Vielmehr solle durch Tablet-Koffer für die Lehrer mehr Mobilität des digitalen Angebotes im Unterricht erreicht werden.

Ein weiteres Thema sei die Neugestaltung der Inklusion, betont Scholz. Im Sommer kämen fünf neue Schüler mit entsprechendem Förderbedarf. „Inklusion ist eine Bereicherung für die Schule“, so Scholz. Einen gebundenen Ganztag werde es weiterhin nicht an der Schule geben, das Ganztagsangebot bleibe offen. Der Bedarf an Ganztagsangeboten in den Klassen fünf und sechs werde aber weiterhin berücksichtigt.

Die Edith-Stein-Realschule hat rund 450 Schüler und wurde für rund 700 Schüler konzipiert. Nachdem einige bauliche Maßnahmen bereits vorgenommen worden waren, werden weitere folgen.

(hewi)