Heinsberg: Neuer Transporter ist ein „Glücksbringer“

Heinsberg: Neuer Transporter ist ein „Glücksbringer“

„Es war wirklich fünf vor zwölf!“ Dramatisch beschreibt Pfarrer Sebastian Walde den Zustand des Transporters, der bisher der Heinsberger Tafel zur Verfügung stand, um bei Händlern die gespendeten Lebensmittel abzuholen. Mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln habe man ihn nicht mehr durch den TÜV bringen können.

„Das war unser erstes Auto, und damit hatten wir leider nicht so viel Glück“, fügt er hinzu. Auf dieses hoffen er und die übrigenVorstandsmitglieder der Tafel für das neue, nagelneue Fahrzeug, das jetzt seine ersten Einsatzfahrten unternimmt, im wahrsten Sinne des Wortes als „Glücksbringer“. So lautet jedenfalls die großflächige Werbeschrift auf beiden Seiten des Transporters.

Von „Stiftunglife“ stammt dieser Name, einer Stiftung, die in Deutschland die Tafeln unterstützt und auch die Anschaffung des rund 30.000 Euro teuren Heinsberger Tafel-Autos gefördert hat, zu einem Drittel. Ein weiteres Drittel tat der Lions-Club Selfkant hinzu. Dessen Präsident Willi Jakobs hatte auch die Fördermittel von „Stiftunglife“ eingeworben. Das letzte Drittel brachte schließlich die Heinsberger Tafel in einem Kraftakt selbst auf.

Da das neue Fahrzeug zusätzlich mit einer Kühlanlage ausgestattet ist, können jetzt endlich auch leicht verderbliche Waren bei Händlern für die Tafelkunden abgeholt werden. Spenden von Metzgern zum Beispiel habe man bisher gar nicht annehmen können, erklärt Walde. „Jetzt geht das!“, freut er sich.

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