Neuer HUndeauslauf im Tierheim Heinsberg

Kreis Heinsberg : Mehr Platz zum Toben im Freien

Den Welttierschutztag hat der Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg zum Anlass genommen, der Öffentlichkeit ein ganz besonderes Projekt zu präsentieren: Zum Auftakt des Festes konnte Vorsitzende Bianka Mai gemeinsam mit Jürgen Plinz, Schatzmeister des Deutschen Tierschutzbundes, den neuen, rund 3200 Quadratmeter großen Auslauf für die Hunde seiner Bestimmung übergeben.

Das rote Band an den Toren für die drei neu geschaffenen Auslaufbereiche zerschnitten die Kinder von Landrat Stephan Pusch und von Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder.

Ehrenamtliche Arbeit

2013 habe man das Gelände gleich neben dem Tierheim gekauft, berichtete Bianka Mai den Gästen und Besuchern, die zur Eröffnung gekommen waren. Vor eineinhalb Jahren habe man dann mit den Arbeiten begonnen, Disteln entfernt, Steine gesammelt, neuen Mutterboden aufgetragen, alles in ehrenamtlicher Arbeit. Zusätzlich hätten ganz viele Sachspenden zur Realisierung beigetragen, so nannte sie zum Beispiel die Randsteine, die das Gelände rundherum befestigen oder die Laternen, die es beleuchten.

 Durch Zäune ist es in vier Bereiche unterteilt. Drei Bereiche sind inzwischen zusätzlich zu ihrer Rasenfläche bepflanzt und mit Steinflächen, großen Rohren und Erhebungen so ausgestattet, dass sie die Vierbeiner zum Toben im Freien einladen. Derzeit noch im Bau sind sogenannte Hundetürme, die den Tieren zugleich als Aussichtspunkte und als Wetterschutz dienen werden. Die vierte Fläche vorne an der Straße soll als reine Rasenfläche verbleiben, sodass sie bei Festen am Tierheim den Veranstaltungsbereich erweitern kann. Leider noch nicht präsentieren konnte Bianka Mai die mobile Hundehütte, die der Landrat, der in seiner Freizeit schreinert, für das Tierheim selbst gebaut hat. Eine Verletzung an der Hand hinderte ihn an der Fertigstellung für das Fest.

„Das Tierheim hat sich positiv verändert. Wir haben in den letzten Jahren viel geschafft. Wir können langsam ein bisschen stolz sein“, erklärte Bianka Mai in ihrer Rede. Ihr Dank ging an Pusch, der die Schirmherrschaft über die Modernisierung des Tierheims übernommen hat, und an Dieder, der ein engagierter Fürsprecher für den Tierschutz sei. Schon der äußere Eindruck mache inzwischen deutlich, was hier geleistet worden sei, lobte Dieder die Arbeit des Tierschutzvereins für das Tierheim. „Wir sind zu Dank verpflichtet, und wir sind auch dankbar“, betonte er. „Helfen macht Spaß, wenn es mit Herzblut gemacht wird“, erklärte Pusch. Und genau das sei hier zu spüren.

Er sei viel unterwegs und werde vor seinen Besuchen in Tierheimen immer informiert, erklärte Plinz. „Aber ich habe selten so positive Äußerungen unseres Tierarztes zur Entwicklung eines Tierheims gehört wie über Heinsberg.“ Er wolle unbedingt mithelfen, dass auch das Heinsberger Tierheim die Tierheim-Plakette des Deutschen Tierschutzbundes erhalte, fuhr er fort. Notwendig dafür ist die Modernisierung und Erweiterung des Hundehauses oder gar dessen Neubau, weil die Einzelboxen zu klein sind. Der Tierschutzbund könne aus seinem Bauhilfefond 50.000 Euro zur Verfügung stellen, wenn von kommunaler Seite die gleiche Summe dazu komme, erklärte er. „Ich würde mich freuen, wenn es überall so viel Unterstützung der Politik für den Tierschutz gäbe wie hier“, freute er sich. „Welcher Geist hier herrscht, spürt man, wenn man zur Tür hereinkommt!“

Und es kamen viele Besucher, vor allem mit ihren Hunden, denn eine Tiersegnung durch Pfarrer Sebastian Walde und Küster Markus Wöhlert mit ihrer mobilen Kirche schloss sich an die Eröffnung an. Walde segnete Plaketten fürs Halsband, die auch weiterhin im Tierheim erhältlich sind. Der Verkaufsstart des neuen Tierheim-Kalenders, Informationsstände und Angebote fürs leibliche Wohl rundeten den ereignisreichen Tag im Tierheim ab.