Neuer Chefarzt für die Notfallaufnahme am Erkelenzer Krankenhaus

Hermann-Josef-Krankenhaus : Neuer Chefarzt für die Notfallaufnahme

Mit der Einrichtung einer zentralen Notaufnahme (ZNA) unter chefärztlicher Leitung will das Hermann-Josef-Krankenhaus einen weiteren Schritt in Richtung mehr Leistung und Qualität der medizinischen Versorgung gehen. Nun wurden der neue Chefarzt Friedrich Hölzl und sein vierköpfiges Team offiziell vorgestellt.

Bereits Anfang April waren sie vom Rhein-Maas-Klinikum in Würselen nach Erkelenz gekommen und im Hermann-Josef-Krankenhaus an Bord gegangen. Mit ihm gekommen sind die Case-Managerin und Intensivkrankenschwester Britta Frowein, die Urologin und Kinderärztin Masha Angerer, der Kardiologe Vannavith Tan und der Gastroenterologe und Infektologe Ralf Winzer. Hölzl wurde 1972 in geboren, studierte Medizin in Düsseldorf und an der RWTH in Aachen, wo er auch sieben Jahre lang als Oberarzt in der Notaufnahme tätig war, bevor er 2016 nach Würselen wechselte. Hölzl ist verheiratet und Vater zweier Söhne, er lebt mit seiner Familie in Übach-Palenberg.

Bürgermeister Peter Jansen, der auch Vorsitzender des Kuratoriums der Hermann-Josef-Stiftung ist, sprach von einem „Glücksfall“ für Erkelenz. Verwaltungsdirektor Jann Habbinga erläuterte die Entscheidung, die bisherige Notfallversorgung zu einer selbständigen Abteilung auszubauen und somit die Strukturen der Notfallmedizin in Erkelenz zu verbessern. Jährlich kämen rund 35.000 Patienten als Notfälle ins Erkelenzer Krankenhaus und würden in der Notfallaufnahme behandelt. Die Erstversorgung und Einschätzung der Patienten könne in einer eigenen Station besser und schneller bewerkstelligt werden.

Bislang hatte das Hermann-Josef den Status einer Basis-Notfallversorgung. Durch die Umstrukturierung und personelle Neubesetzung sei man gerüstet, als Krankenhaus der erweiterten Notfallversorgung anerkannt zu werden. Dies sei auch ein gewichtiges Argument für den Fortbestand des Hermann-Josef-Krankenhauses. Rund 20 Prozent der Kliniken in Deutschland würden „vom Markt verschwinden“, so Habbinga. Durch die Schaffung einer ZNA und Einstufung als Klinik mit erweiterter Notfallversorgung sei das Hermann-Josef-Krankenhaus auch künftig gut aufgestellt.

Der ärztliche Direktor Harry Elsbernd bezeichnete die Notaufnahme als „Hotspot und Visitenkarte eines Krankenhauses“. Daher sei es zwingend notwendig, diesen Bereich unter chefärztliche Leitung zu stellen. Er dankte auch Hölzls Vorgängerin Brigitte Bialas, die bislang für die Notaufnahme zuständig war und die Strukturen geschaffen habe, auf denen Hölzl und sein Team aufbauen könnten. Die neuen Kollegen begrüßte er herzlich in der „Hermann-Josef-Familie“.

Dass es diese tatsächlich gibt, konnte Hölzl nur bestätigen. Er und sein Team seien herzlich und neugierig empfangen worden. Vorgefunden habe er eine moderne und gut strukturierte Notaufnahme mit einem kompetenten und motivierten Team. Auf dieser Basis könne die ZNA als Portalpraxis für eine fachübergreifende Notaufnahme aufgebaut werden. Der neue Chefarzt hat übrigens auch schon Erfahrung vor der Kamera gesammelt. 17 Mal trat er als Protagonist für eine ZDF-Fernsehreportage als Oberarzt auf.