Erkelenz: Neue Volksbank-Filiale.: „Maßanzug“ passt auch ins Stadtbild

Erkelenz: Neue Volksbank-Filiale.: „Maßanzug“ passt auch ins Stadtbild

Nach rund zweieinhalb Jahren wurde nun die neue Hauptstelle der Volksbank am Konrad-Adenauer-Platz offiziell eingeweiht. „Vorne gehen die ersten Gäste rein und hinten die letzten Handwerker raus“, fasste der Vorstandsvorsitzende Dr. Veit Luxem die Situation zusammen.

Er räumte ein, dass er vor zwei Wochen kaum habe glauben können, dass man termingerecht fertig würde. Doch es ist vollbracht.

Sein Dank galt neben den Handwerkern und Planern des Baus vor allem den Nachbarn, die auf zwei recht unruhige Jahre zurückblicken. Der Bau spiegele in Konzeption und Ausführung den Grundgedanken der Volksband — „Nah am Menschen“ — wider, betonte Luxem. Mit dem Bau habe man aber auch eindeutig „städtebaulich Position bezogen“ und der Kölner Straße ein würdiges Eingangstor gegeben. Das Gebäude öffne sich durch seine offene Glasfront der Stadt und den Menschen und vermittele die Transparenz, der sich die Bank verschrieben habe.

Nach dem ersten Meilenstein vor neun Jahren, der Fusion mit der Wegberger Volksbank, könne nun das Ziel weiterentwickelt werden: „Unsere Wurzeln kennen, Traditionen pflegen und weiterentwickeln sowie mit der Moderne verbinden.“ Man habe darauf geachtet, eine Atmosphäre zu schaffen, die von Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen als angenehm empfunden werde. „Die Menschen wollen wissen, wem sie ihr Geld anvertrauen“, betonte Luxem. Daher habe man ein Gebäude geschaffen, in dem man sich „wirklich kennenlernen“ könne. Er betonte, das neue Gebäude sei „eine Bereicherung für die Stadt“.

Gute Wünsche und Weihwasser

Der Architekt Rainer Kresing hob hervor, man habe keine „Behausung für Geld“ schaffen wollen, sondern einen „maßgeschneiderten Anzug“. Dies sei gelungen. Der Künstler Martin Burkhardt wies vor allem auf die kreativen Elemente hin, die sich wie ein roter Faden durch das Gebäude ziehen und die Beziehung zwischen Kunde und Berater thematisierten. Zum Beispiel das „Mobile der Semantik“, das Begriffe wie „heute“, „morgen“, „geben“, „nehmen“ und „machen“ sowie die Ziffern 0, 1, 3, 4, 5 und 7 in der 17 Meter hohen Eingangshalle präsentiert, die Porträts der Mitarbeiter und die Schriftlinien, die den Besucher und Mitarbeiter durch alle Stockwerke des Gebäudes begleiten.

Bürgermeister Peter Jansen bezeichnete die Volksbank als einen „Garant der Zukunft in Erkelenz“. Der Neubau sei das Ergebnis intelligenter Planung und maßgefertigter Umsetzung, oder mit knappen Worten: „Das Gebäude passt gut!“

Auch Marita Schupkothen von der Vertreterversammlung bemühte textile Vergleiche und beschrieb das neue Gebäude als die Garderobe, in die man hineingewachsen ist, wenn das Brautkleid nicht mehr passt. Im Gegenteil zur persönlichen Konfektionsgröße sei das neue, größere Hauptgebäude Ausdruck gesunden Wachstums und Anlass zur Freude.

Zur Segnung des „Maßanzuges“ traten Pastor Werner Rombach und sein evangelischer Amtskollege Günter Jentges an. Nachdem Gebäude und mancher Besucher eine Portion Weihwasser abbekommen hatten, wurde das Gebäude zur Besichtigung freigegeben.

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