Hückelhoven: Neue Stelle: Sozialpädagoge für das Flussviertel gesucht

Hückelhoven: Neue Stelle: Sozialpädagoge für das Flussviertel gesucht

Das Hückelhovener Flüchtlingspatenprojekt gilt als vorbildlich, es wurde viel und hoch bis zur Bundeskanzlerin gelobt, es funktioniert reibungslos, das Engagement der Bürger für die neuen Mitbürger ist bewundernswert.

Aber: „Im Bereich des Flussviertels konnte die Gewinnung von Ehrenamtlern kurzfristig nicht in der Anzahl gelingen, wie es notwendig wäre, um dem signifikanten Anstieg von Flüchtlingszahlen Rechnung zu tragen.“ Diesen komplizierten Satz sagte Thorsten de Haas, der seit Ende vergangenen Jahres das Sozialamt leitet, in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses.

Deshalb, so de Haas weiter, sei es „zwingend erforderlich, durch hauptamtliche Unterstützung weitere Flüchtlingspaten im Quartier Flussviertel zu gewinnen, zu koordinieren und für diese Schnittstelle zu den bereits bestehenden Strukturen darzustellen“. Was de Haas sagen will: Die Stadt Hückelhoven möchte eine Vollzeitstelle für einen Sozialpädagogen/in einrichten, der/die diese Arbeit in der bereits bestehenden Einrichtung des Roten Kreuzes (DRK) im Flussviertel leisten soll. Das DRK nämlich will diesen Standort auf eigene Kosten ausbauen. Es sollen Schulungs-, Büro- und Beratungsräume sowie eine Küche und sanitäre Anlagen entstehen.

Stadtteilcafé einrichten

Man hofft, so eine gut besuchte Begegnungsstätte für die Hückelhovener Bürger und die Flüchtlinge im Quartier zu entwickeln: „Neben der Veranstaltung von Sprach- und Integrationskursen sowie der U3-Betreuung soll unter anderem ein Stadtteilcafé eingerichtet werden, das schwerpunktmäßig Familien, Alleinerziehende und Frauen unterstützen und stärken soll“, sagte de Haas.

Mit dem Bau des Gebäudes soll im Juni begonnen werden. Da der Stadt und damit dem Steuerzahler keine Kosten entstehen, möchte die Stadt als Hilfe zur Umsetzung des Projektes die Vollzeitstelle eines Sozialpädagogen/in „zumindest befristet für die Dauer von drei Jahren“ einrichten. Das würde unter dem Stich 124.000 Euro kosten. Die will man sich über das vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW kurzfristig aufgelegte Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ holen. Den Förderantrag hat die Verwaltung fristgerecht bei der Bezirksregierung gestellt.

Der Ausschuss gab jetzt dem Stadtrat die Empfehlung, einen Dringlichkeitsbeschluss herbeizuführen, um die Förderunterlagen fristgemäß vervollständigen zu können.

(kalauz)