Nach vierjähriger Bauphase ist die alte "Tömme" jetzt Proben- und Gastraum

Vereinsheim eingesegnet : Neues Zuhause für Haarener Trommlerkorps

„Leben ist dort, wo Menschen einander begegnen“ begrüßten die Vertreter des Trommler- und Pfeiferkorps Haaren die zahlreichen Gäste aus Ehrenamtlern des Bauteams, Vertretern der Ortsvereine, Förderern und Sponsoren des Korps anlässlich der feierlichen Einsegnung des neuen Vereinsheimes der Spielleute in der ehemaligen Gaststätte Sontag („Tömme“) gegenüber der Kirche durch Pfarrer Heinz-Wilhelm Vollberg.

Gerade das Zusammenkommen im früheren Gastraum der Gaststätte, der inzwischen bereits als Probenlokal des Korps dient, mache den Gedanken der Begegnung deutlich, hob Vorsitzender Markus Beiten hervor. Zahlreiche Begegnungen der Ehrenamtlichen des Bauteams und der Unterstützer während der vierjährigen Bauphase habe die Realisation dieses Projektes erst möglich gemacht. Humorvoll blickten Dirk Leisten, Schriftführer des Korps, und Markus Beiten kurz auf die Bauphase zurück, die das Korps für die Besucher zugleich visuell aufbereitet hatte.

Vorausgegangen war ein kurzer Rückblick auf die historische Entstehung des für den Ortskern prägenden Gebäudes. Anhand alter Katasterurrisse und Einwohnererhebungen konnten die Spielleute eine Existenz bereits 1858 nachweisen, vermutlich ist die Substanz noch älter. Der besondere Dank der Spielleute galt dem mehrjährigen ehrenamtlichen Engagement von Peter Nießen und seiner Gattin Käthe.

Mit der Errichtung des Holzrahmenbaus für den Sanitär und Küchenbereich stieg Peter Nießen 2017 in das Projekt ein. Als passionierter und pensionierter Zimmermann mit dem notwendigen Blick für das Wesentliche trugen die Spielleute ihm die praktische Bauleitung an, der damit die notwendigen Bauschritte zügig realisierte. „Dein Engagement hat uns zu einem neuen Zuhause, einer neuen Heimat verholfen“, dankte Vorsitzender Markus Beiten stellvertretend für das Korps.

Mit dem neuen Probenraum wurde zugleich ein Gastraum für die Nachprobe geschaffen. „Die Atmosphäre und Gemütlichkeit ist für eine gute Begegnung eben genauso wichtig“, so die Spielleute. Instrumentarium aus der fast 100-jährigen Geschichte des Korps, die angepasste Theke aus dem früheren Vereinslokal „Op dr Kneckert“ und eine Sammlung von Krügen, Gläsern und Flaschen der früheren „Westmark“-Brauerei dekorieren den Raum, mit örtlichem Bezug.

Dirk Leisten übereichte stellvertretend als Dank des Korps ein künstlerisch gestaltetes Sägeblatt mit den Symbolen des Zimmermanns, eine Kohlezeichnung und den symbolischen Schlüssel des neuen Vereinsheims. Das ehrenamtliche Engagement, getragen und organisiert durch starke Vereine, sei prägend für die Gemeinde Waldfeucht, dankten auch Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen und Jörn Treichel, Vorstand der Volksbank Haaren, in ihrem Grußwort, an den sich ein „Tag der offenen Tür“ anschloss.

(WiSch)