Heinsberg-Unterbruch: Musikverein Unterbruch: Ein Schmaus für die Augen und Ohren

Heinsberg-Unterbruch : Musikverein Unterbruch: Ein Schmaus für die Augen und Ohren

Nicht nur einen Ohren-, sondern auch einen Augenschmaus hatten die Mitglieder des Musikvereins Unterbruch dieses Mal für ihr Café-Konzert in der voll besetzten Mehrzweckhalle des Ortes vorbereitet. Kinder mit selbst gemalten, bunten Bildern waren dabei und sogar zwei echte Schmiede mit ihrem Amboss.

Auch in diesem Jahr machte der Nachwuchs, den Vorsitzender Bernd Cremers in seiner Begrüßung vorstellte, wieder den Anfang. 14 Musiker im Alter von zehn bis 18 Jahren zählt das Ausbildungsorchester derzeit. „Sie legen großen Wert darauf, ihr eigenes Ding zu machen und verzichten ganz bewusst auf jede instrumentale Unterstützung durch erwachsene Musiker“, erklärte Cremers.

Über großes Publikum freute sich der Musikverein Unterbruch auch bei seinem diesjährigen Café-Konzert in der Mehrzweckhalle. Bei der Ambosspolka erklang ein echter Amboss, auf dem zwei Musiker mit einem Hammer spielten (kleines Bild). Foto: Anna Petra Thomas

„Wir hoffen, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Instrumente mit ihren unterschiedlichen Stimmen Sie so erfreuen konnte wie der Anblick eines wunderschönen bunten Tulpenfeldes im Frühling“, betonte Alexandra von Berg, die den Part des Ausbildungsorchesters moderierte, der mit dem Walzer „Tulpen aus Amsterdam“ begann. Weiter ging es mit „YMCA“, dem Hit der Band Village People aus dem Jahr 1978. Beide Stücke hatte Vereinsmitglied Helmut Geiser für die Besetzung des Ausbildungsorchesters arrangiert.

„Musik zum Träumen“

Nachdem Lena Meyers die jungen Musiker vorgestellt hatte, eroberte das Stammorchester die Bühne für sich und stieg mit dem Marsch Avanti des niederländischen Komponisten Cornelius Herminus Rijke aus dem Jahr 1948 in sein Programm unter dem Motto „Musik zum Träumen“ ein. „Mit diesem Marsch wollte Toni die verträumten Musiker unter uns wachrütteln, damit es uns gelingt, Sie mit den folgenden Stücken zum Träumen zu bringen“, erkläre Hannah von Berg mit Blick zum Dirigenten Toni Hilgers.

Es folgte die Möglichkeit zum Traum „von einem tollen Urlaub in den Bergen“ mit dem Stück „Queen of the Dolomites“ von Jacob de Haan oder „von fliegenden Teppichen, würziger Luft und ganz viel Bauchtanz“ bei den „Arabian Dances“ von Roland Barrett. Dabei machten die Musiker beim rhythmischen Klatschen auch ihre Hände zu Instrumenten.

Und wie immer war die gelungene Moderation auch gespickt mit passenden Zitaten berühmter Menschen wie diesem von Yehudi Menuhin: „Die Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance.“ Bei den „Disney Film Favorites“, arrangiert von Johnnie Vinson, hatte auch die Blockflötengruppe ihren Einsatz. Aufgrund der kurzen Ausbildungszeit und der Erkrankung ihres Ausbilders konnten sich die ganz jungen Musiker noch nicht musikalisch präsentieren, taten dies aber mit passenden Bildern zu den Filmen von Walt Disney, die sie durchs Publikum trugen und dann noch einmal vor der Bühne präsentierten.

Amboss-Polka

Weiter ging es mit dem „Instant Swing Concert“ in einem Arrangement von Eric Osterling und mit der Amboss-Polka von Albert Parlow. Dabei hievten zwei als Schmiede gekleidete Musiker einen echten Amboss auf die Bühne und bearbeiteten ihn mit ihrem Hammer im Takt — wobei das Orchester auch schon mal warten musste, bis die beiden ihr Bier getrunken hatten. Das Publikum amüsierte sich prächtig.

Mit dem Marsch „Les Montagnards“ von Th. Jetten ging das Konzertprogramm zu Ende, jedoch nicht ohne die Traumschiff-Melodie, zu der das Kuchenbuffet hereingetragen wurde. Während das Publikum sich bei Kaffee und Kuchen stärkte, unterhielt das Orchester seine Zuschauer wie gewohnt mit bekannten Melodien und Märschen.