Musikverein Uetterath begeistert die Zuhörer beim Adventskonzert

Adventskonzert in Uetterath : Zuhörer fordern mit Nachdruck Zugaben

Auch der Nachwuchs des Musikvereins Uetterath durfte beim Adventskonzert in der Uetterather Pfarrkirche vor großem Publikum zeigen, was er gelernt hat.

Ein begeisterter Applaus der Zuhörer, in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche war sicherlich ein Ansporn für die jungen Musiker, weiter an ihrer musikalischen Ausbildung zu arbeiten und vielleicht in ein, zwei Jahren sich in die Reihen des Orchesters einzugliedern. „Thomas Lindt hat uns in kurzer Zeit gezeigt hat, wie viel Freude gemeinsames Musizieren macht“, hatte Sebastian Schmitz dem Publikum in seiner Moderation zu den Stücken des Adventskonzertes mitgeteilt.

Diese Freude an der Musik vermittelte sich auch ganz schnell beim Adventskonzert, das sowohl weihnachtliche Klänge bereithielt aber auch konzertante Blasmusik präsentierte, die die Zuhörer zu beeindrucken wusste.

Dirigent Thomas Lindt hatte den Musikverein Uetterath erst im August kurzfristig übernommen, um das Weihnachtskonzert vorzubereiten. Vorher war er als Dozent in der Jugendausbildung des Vereins tätig gewesen. Als Berufsmusiker dirigiert Lindt unter anderem den Musikverein Effeld und den städtischen Musikverein Erkelenz. Er hat es hervorragend verstanden, dem Uetterather Musikern nicht nur die Freude an der Musik zu vermitteln, sondern Lindt hat ihnen auch seine klaren musikalischen Vorstellungen zum Auftritt eines modernen Blasorchesters nahegebracht.

Zum Auftakt und zur Einstimmung auf das nahende Weihnachtsfest spielten die Jüngsten im Verein einige Weihnachtslieder in unterschiedlichen Besetzungen. Die Musikschülerinnen Sophie Rietrae, Lena Peters, Paula Peters und Maja Himmels bewiesen ihr Können auf den Holzblasinstrumenten.

Tim Küppers, Felix Küppers, Nils Küppers und Jan Apweiler demonstrierten teilweise gemeinsam mit dem Dirigenten Thomas Lindt ihre Fortschritte auf den Blechblasinstrumenten.

Im Anschluss zeigte das große Orchester, wie eindrucksvoll ein Blasorchester musizieren kann. Mit dem Stück „Fanfare and flourishes“ gelang dem Orchester ein festlicher Einstieg in das Adventskonzert. „Yellow Mountains“ hatte der zeitgenössische niederländische Komponist Jacob de Haan bei einem Konzertaufenthalt in St. Moritz geschrieben. Seine Eindrücke von einem Sonnenaufgang über den schweizer Alpen konnten die Zuhörer dank des einfühlsamen Zusammenspiels der Musiker hervorragend nachvollziehen.

Ein Höhepunkt des Konzertprogramms war sicherlich die Aufführung der Filmmusiken „Guardians of the galaxy“, „Skyfall“ und „Metti una sera a cena“. Schon der Einstieg in das Musikstück zum Science-Fiction-Film „Guardians of the galaxy“ war eine Meisterleistung des Orchesterensembles, allerdings nicht auf den Instrumenten, sondern mit ihren Stimmen. Im Takt wiederholte das Orchester mehrfach den Ruf „Ugachacka, Ugachacka“, bevor dann die Instrumente einsetzten. Diese Einlage kam beim Publikum so gut an, dass eine Wiederholung im Zugabenteil nicht ausbleiben durfte. Der Vereinsvorsitzende Johannes Küppers steuerte ein Trompetensolo zu diesem gelungenen Stück bei.

Beim Soundtrack zum James-Bond-Film „Skyfall“ kamen die Saxophone groß raus. Und nicht fehlen bei den Filmmelodien etwas vom Altmeister Ennio Morricone. In diesem Jahr führte der Musikverein Uetterath die Musik zu dem Film „Metti una sera a cena“ auf.

Sehr gut gelang dem Musikverein auch die Darbietung des achtminütigen Stückes „Concerto d’amore“ von Jacob de Haan. „Feliz navidad“, „White Christmas“ und als Zugabe „Oh du fröhliche“, bei dem das Publikum gerne mitsang, stimmten die Konzertbesucher auf eine hoffentlich besinnliche Weihnachtszeit ein.

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