Musikverein Obspringen begeistert beim Herbstkonzert

Mit niederländischem Gastkorps : Musikverein Obspringen begeistert beim Herbstkonzert

Mit Gästen aus den Niederlanden startete der Musikverein Obspringen in sein Herbstkonzert in der Selfkanthalle in Haaren. Für das für seine besondere musikalische Qualität im Nachbarland bekannte Trommler- und Pfeiferkorps Sint Barbara Reuver war es eine Premiere.

Zum ersten Mal wurde es bei einem öffentlichen Auftritt von Roy Derix dirigiert, der auch beim Musikverein Obspringen die musikalische Leitung innehat.

Als das „musikalische Oberhaupt“ stellte ihn Vorsitzende Simone Lennartz in ihrer Begrüßung vor. „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist“, zitierte sie den französischen Schriftsteller Victor Hugo. „Musik ist die Weltsprache!“, betonte sie und präsentierte dann die Gäste. Das Korps spiele in der höchsten niederländischen Klasse. Erst im Sommer dieses Jahres habe Roy Derix den Taktstock übernommen. „Schauen wir mal, was der Roy sonst so in der Woche macht, wenn er sein professionelles Wissen nicht bei uns weitergibt“, schloss sie.

Und was er dann macht! Das Trommler- und Pfeiferkorps, wohl besser zu bezeichnen als ein herausragendes Flötenensemble, kombiniert mit ebenso passionierten Schlagwerkern mit Trommeln, Marimba, Glockenspiel und vielem mehr, dazu ein Bass und eine E-Gitarre, lieferte einen ganz besonderen Hörgenuss ab. Die Thematik der sechs Stücke, alle arrangiert von Rob Balfoort, variierte dabei von Musicalmelodien mit wunderbaren Flötensoli über keltische Fantasien bis hin zum argentinischen Tango à la Piazzolla. Die Forderung nach einer Zugabe mit viel Applaus blieb da nicht aus, und auch der St. Louis Blues March gefiel den Gästen in der Selfkanthalle sehr gut.

Nach der Pause hatte Roy Derix dann auf der Bühne die Obspringener Musiker um sich geschart. Auch ihr Repertoire kam beim Publikum gut an. Sie starteten mit „Olympic Fire“ von Michael Geisler. Es folgten „Fiesta Espanola“ von Antonio Carmona, die „Bohemian Rhapsody“ in einem Arrangement von Norbert Studnitzky, das „Concerto d´amore“ von Jacob de Haan und das „Instant Concert“ von Harold L. Walters.

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