Heinsberg-Kirchhoven: „Mühlen-Campus“ dient der medizinischen Versorgung

Heinsberg-Kirchhoven: „Mühlen-Campus“ dient der medizinischen Versorgung

„Mühlen-Campus“ heißt ein neuer Wohn- und Geschäftskomplex, der derzeit an der Waldfeuchter Straße in Kirchhoven entsteht. Namensgeber dafür ist die Windmühle gleich nebenan. Auf einem ehemals städtischen, 2700 Quadratmeter großen Grundstück investieren Wolfgang Erkens und Leo Vaßen aus Gangelt inklusive Grundstück rund 3,1 Millionen Euro.

Das von der Geilenkirchener Architektin Claudia Weber geplante Bauwerk in L-Form hat an der Waldfeuchter Straße eine Front von knapp 48 Metern. An der Straße Zur Kornmühle sind es 35 Meter. Der zweigeschossige Klinkerbau wird an der Waldfeuchter Straße um ein Staffelgeschoss ergänzt. Stellplätze finden sich im hinteren Bereich des Grundstücks.

Der Wohnbereich umfasst 13 barrierefreie Wohnungen in Größen von 55 bis 92 Quadratmetern, alle mit Balkon oder Terrasse, davon fünf im Staffelgeschoss als Penthouse-Wohnungen. Darüber hinaus entstehen auf einer Gesamtnutzfläche von rund 2000 Quadratmetern eine ärztliche Gemeinschaftspraxis, eine Apotheke, eine Praxis für Physiotherapie, eine Praxis für Ergotherapie und Logopädie sowie eine Wohngruppe für Intensivpflege-Patienten.

Neben seinem Wohnbereich hat der neue „Mühlen-Campus“ somit künftig seinen Schwerpunkt in der ambulanten medizinischen Versorgung der Bewohner von Kirchhoven und Haaren. Bernhard J. Prinz und Christoph Höppener, beide Fachärzte für Innere und Allgemeinmedizin, die bisher an beiden Orten noch Einzelpraxen betreiben, werden am neuen Standort künftig gemeinsam agieren.

Die Geilenkirchener Hirsch-Apotheke wird mit einer Zweigstelle einziehen. Physiotherapeutin Claudia Backes verlegt ihre Praxis am Ort in den „Mühlen-Campus“. Die Praxis für Ergotherapie und Logopädie wird am Standort neu gegründet. Die Wohngruppe für acht Intensivpflege-Patienten richtet der Heinsberger Pflegedienst Dreßen & Laprell ein.

Mit der Fertigstellung rechnen die Bauherren Mitte 2016. Die Bauarbeiten haben sie der in Wassenberg ansässigen Elmo Massivhaus GmbH übertragen. Vom zügigen Baufortschritt überzeugten sich jetzt Bürgermeister Wolfgang Dieder und Gerhard von Helden, im Amt für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften für die Liegenschaften der Stadt zuständig.

Wie die Bauherren lobte auch Dieder die gute Zusammenarbeit. Seit der ersten Idee für den neuen Gebäudekomplex sei gerade einmal ein knappes Jahr vergangen, so Dieder zu der für ihn „sehr anspruchsvollen und städtebaulich sehr gelungenen Planung“.

(anna)
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