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„Kultur in der Bank“: Monika Blankenberg begeistert ihr Publikum

„Kultur in der Bank“ : Monika Blankenberg begeistert ihr Publikum

„Ausverkauft!“ Walter Steinbusch, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Erkelenz, durfte mit Freude verkünden, dass auch der Kabarettabend mit Monika Blankenberg im Versammlungsraum der Hauptstelle in Erkelenz-Lövenich vor einem vollen Haus stattfand.

Die Idee der Bank, unter dem Motto „Kultur in der Bank“ in der Region ein feines und gutes sowie abwechslungsreiches Programm anzubieten, habe sich bewährt.

„Was klein begann, ist groß geworden.“ Das Motto gilt auch für Monika Blankenberg, wobei sie das groß als alt versteht. Auf dem Obstbaum des Lebens habe sie auch ganz klein als Früchtchen angefangen, sei dann frühreif, reif und knackig geworden, sei nunmehr vollreif und fast schon Fallobst. Aber das sei halt der Lauf der Dinge beziehungsweise des Lebens, bei dem für sie gilt: „Altern ist nichts für Feiglinge.“ So lautet auch das Motto ihres Programms, mit dem sie das Publikum im proppenvollen Saal vergnüglich unterhielt.

„Wir werden solidarisch zwei Stunden älter“, meinte die Kabarettistin aus Köln augenzwinkernd und nahm die Zuhörer mit auf eine Reise, die in der Vergangenheit begann und in der Zukunft endete. Den Jugendwahn, den Schlankheitstrieb, den Fitnesshorror, das unvermeidliche Altern mit allen Facetten brachte sie zur Sprache, sich selbst dabei nicht ganz ernst nehmend.

Die Sprache ihrer 14-jährigen Enkelin ist ihr fremd. „Wenn die von ‚Tabu‘ spricht, meint sie ‚Tausend Bussi‘.“ Darauf müsse man erst einmal kommen. „Früher hatte ich eine Taille, jetzt habe ich rechts und links Haltegriffe.“ Das stört Monika Blankenberg ebenso wenig, wie das Trimmrad neben ihrem Schreibtisch. „Das staube ich gelegentlich ab.“ Auch mit Siri und Alexa will sie sich nicht anfreunden. „Ich dulde keine Göttinnen neben mir.“ Selbst dem Horror vor überfüllten Wartezimmern bei Ärzten kann sie noch etwas Gutes abgewinnen. „Ich frage meine Leidensgenossen beim Eintreten immer, wie alt sie waren, als sie das Zimmer betreten haben.“

Monika Blankenberg sieht zuversichtlich in ihre Zukunft, der sie mit Oma Anna eine Figur und Stimme gibt. „Die Oma hat mehr Fans als ich“, meinte sie, während sie sich zur Greisin verwandelte. Die Geschichte von Oma Anna als volltrunkene Geisterfahrerin in nächtlicher Stockfinsternis auf der Autobahn sorgte noch einmal für herzhaftes Lachen beim Publikum. Lachen ist gesund und macht jung, auch wenn man altert. Mit dieser Erkenntnis entließ die Kabarettistin ihr zufriedenes Publikum.

Die nächste Veranstaltung der Raiffeisenbank Erkelenz: Am Freitag, 20. März, gastiert bei „Kultur in der Bank“ das Duo Barth/Roemer mit dem Musikprogramm „Chanson“.