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Mittwochsfrauen im Lions Club feiern 40-jähriges Bestehen

Jubiläum : „Wir finden uns noch immer besonders“

„We serve“ also: „Wir helfen“ – das ist das Motto der weltumspannenden Organisation „Lions Club international“, die sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit stellt und engagiert und uneigennützig auf ihre Weise Lösungen herbeiführt.

Auch in Heinsberg haben sich vor über 50 Jahren Menschen für die Lions-Idee zusammengefunden, um im Hintergrund zu wirken. Als zwei Ehefrauen der männlichen Clubmitglieder1978 die Idee hatten, sich auch außerhalb der offiziellen Termine der Herren zu treffen, war das der Grundstein für eine heute über 40-jährige Freundschaft.

Die derzeitige Präsidentin des Clubs, Anika Krieg, erklärt: „Wichtig in unserer Frauengemeinschaft ist die Freiwilligkeit und vor allem die gegenseitige Akzeptanz.“ Gemeint ist, jeder „so wie er kann und mag“. Die Frauen treffen sich mittwochs alle 14 Tage im privaten Kreis. Man könnte auch sagen, „zum Kaffeekränzchen“.

Doch bei diesen Damen-Treffen steht immer eine Spardose auf dem Tisch, in die jede Anwesende einen Geldschein gibt. Waren es in den 80er Jahren fünf D-Mark, so sind es heute zehn Euro  Mindestbeitrag. In den Jahren seit 1978 sind so über 100.000 Euro zusammengekommen, die für soziale Zwecke gespendet wurden. „Ob Klassenfahrten, Frauenhaus, Donum Vitae, Menschen mit Einschränkungen oder notleidende Familien: die Frauen des Lionsclub Selfkant konnten sinnvoll unterstützen,“ so Anika Krieg.

Die Mittwochsfrauen, wie sie sich schlicht nennen, sind zwischen 35 und 93 Jahre alt, immer noch dabei ist auch die Mitgründerin Liesel Rüssel, die beim aktuellen Treffen leider nicht dabei sein konnte. Ältestes Mitglied ist Martha Jungfleisch, Jahrgang 1925. „Zusammen möchten wir nun das Gewachsene feiern und einen gemeinsamen Rückblick halten“, so drückt es die stellvertretende Präsidentin Inge Kaufmann aus Wegberg aus. Und auch Anika Krieg freut sich: „Wir finden uns immer noch „besonders“, mit unseren Möglichkeiten des Zusammenkommens im vertrauten Kreis, was uns immer wieder Halt gegeben hat und bei den vielen Dingen, die im ganz persönlichen Austausch zur Sprache kommen.“ Auch hier bietet die Gemeinschaft, der 45 Frauen angehören, eine zugewandte, anteilnehmende Geborgenheit, die auch heute noch Menschen im Strom der Zeit Halt und Fundament gibt. Hier kommen ebenso Alltagsprobleme zur Sprache, wie neue Ideen und Vorschläge für Aktionen und Hilfen.

Nach nunmehr 40 Jahren Engagement wollen die Mittwochsfrauen jetzt ihr eigenes Jubiläum feiern.  Dies tun sie am Mittwoch, 31. Oktober, in den Veranstaltungsräumen der CSB in Geilenkirchen. „Wir wollen an diesem Abend unsere Freude teilen und nach vorn schauen, um die Grenzen unserer Hilfeleistungen zu überschreiten,“ so Anika Krieg. Wie heißt es doch bei der größten Hilfsorganisation der Welt: Man muss große Ambitionen haben, um hoch gesteckte Ziele zu erreichen. (gk)