Mit und ohne Handicap: Lebenshilfe eröffnet Kita

Inklusion : Eröffnung mit kunterbuntem Frühlingsfest

Mit der neuen inklusiven Kindertagesstätte „Triangel“ am Diebsweg eröffnet die Lebenshilfe ihre kreisweit zweite Kita für Kinder mit und ohne Handicap.

Zur Eröffnung gab es ein kunterbuntes Frühlingsfest mit Musik, Kasperletheater und einer Ausstellung von Arbeiten der Kinder. „Alle Menschen haben ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe“, erklärte Monika Kohnen vom Lebenshilfe-Vorstand. Die Kinder lernten mit- und voneinander den toleranten Umgang. Drei Gruppen mit insgesamt 60 Kindern haben nach rund einem halben Jahr Bauzeit in der Kita ein neues Zuhause gefunden.

Betreut werden sie von einem 14-köpfigen Team an Betreuern unter der Leitung von Birgit Roye und Michéle de Greef. Neben der Betreuung erhalten di Kinder in enger Kooperation mit der interdisziplinären Frühförder- und Beratungsstelle je nach individuellem Bedarf heilpädagogische und therapeutische Förderangebote, die in den Kita-Alltag integriert sind. Neben den Gruppenräumen gibt es Therapie- und Ruheräume. „Individuelle Beratung und Begleitung der Familien von Kindern mit Handicap oder Entwicklungsverzögerungen ist primäres Ziel der Lebenshilfe Heinsberg und findet nun auch in Hückelhoven ortsnah statt“, ergänzte Michéle de Greef.

Auch Bürgermeister Bernd Jansen betonte, dass dieses pädagogische Angebot nach Hückelhoven passe, denn „Hückelhoven steht für Vielfalt und Integration“. Es erinnerte an den Spatenstich Ende letzten Jahres, bei dem schon die Vorfreude zu spüren gewesen sei. Mit der „Triangel“ sei die Stadt auf dem richtigen Weg. „Von einer inklusiven Gesellschaft profitieren alle“, betonte er.

Nicht nur während der Bauzeit war der Kindergarten in der benachbarten Grundschule Im Weidengrund untergebracht. Die Schule hatte früh zwei Klassenräume zur Verfügung gestellt, um den Kita-Betrieb früh zu ermöglichen. Rund zwei Millionen Euro hat der Bau gekostet. Jeweils neun Prozent der Summe steuerten die Stadt Hückelhoven und die Lebenshilfe bei, der Rest stammt aus einem bundesweiten Sonderprogramm.

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