Waldfeucht-Braunsrath: Mit dem selbst geschneiderten Dirndl zum Oktoberfest

Waldfeucht-Braunsrath: Mit dem selbst geschneiderten Dirndl zum Oktoberfest

Bis zum Oktoberfest in Haaren, der größten Gaudi dieser Art in unserer Region, dauert es noch ein einige Wochen. Aber, wer dann gerne ein selbst geschneidertes Dirndl tragen möchte, sollte früh anfangen zu nähen. So wie sieben Mädchen, die nun in Braunsrath ihre eigenen, typisch bayrischen Kleider genäht haben.

Mit diesem Kursangebot hatte die Offene Jugendarbeit der Gemeinde Waldfeucht voll ins Schwarze getroffen. Denn die jungen Teilnehmerinnen waren hellauf begeistert.

„Wir können uns glücklich schätzen, Marion Ritterbecks kennengelernt zu haben“, sagte Diplom-Sozialarbeiterin Rabea Philippen. Marion Ritterbecks ist Schneidermeisterin und war spontan bereit, bei diesem besonderen Workshop-Angebot mitzumachen.

Schon im vergangenen Jahr fand ein Nähkurs der Offenen Jugendarbeit sehr großen Anklang. Und da das Oktoberfest in Haaren in einigen Wochen wieder vor der Haustür steht, kam die Idee, den Dirndl-Kurs in den Ferien zu starten. „Wir haben den Mädchen angeboten, sich unter fachmännischer Anleitung ihr eigenes Dirndl anzufertigen“, sagte Rabea Philippen. Das habe eine wahre „Anmeldungslawine“ ausgelöst. Sieben Mädchen im Alter von elf bis 18 Jahren hatten dann schließlich das Glück, bei dem Kurs dabei sein zu dürfen.

Jedes Mädchen erhielt rund drei Meter Stoff und konnte daraus und aus weiteren Utensilien — wie zum Beispiel verschiedenen Bändern — sein eigenes Dirndl nähen.

Die Aufgabe, den Mädchen zu einem schmucken Kleid zu verhelfen, war auch für Schneidermeisterin Ritterbecks eine Herausforderung. Denn was schön aussehen soll, braucht auch seine Zeit. Beim Nähen an der Maschine wurden die Mädchen dann binnen weniger Stunden zu Expertinnen. Auch eine junge Anfängerin bewies Talent und Geschick und bewältigte die Aufgabe mit Bravour.

Ganz ohne Anleitung geht es dann aber doch nicht. „Die kleine Gruppe war auch daher sinnvoll, denn somit konnte ich den Mädchen mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagte Marion Ritterbecks.

Rabea Philippen und Marion Ritterbecks konnten am Ende nur staunen, was die jungen Damen in dieser Woche zustande brachten: Alle Kleider sind traumhaft schön geworden. „Die Mädchen können stolz darauf sein, was sie sich selbst gefertigt haben, im Fachgeschäft hätte so ein Dirndl schon einen satten Preis“, sagte Rabea Philippen.

(agsb)
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