Wassenberg: Mit dem Pilgerrundweg-Projekt das Gemeinschaftsgefühl stärken

Wassenberg: Mit dem Pilgerrundweg-Projekt das Gemeinschaftsgefühl stärken

Teilnehmer der Planungsgruppe „Pilgerrundweg“ in den Gemeinden der Pfarre St. Marien Wassenberg um Martina Jansen und Bärbel Windeln präsentierten nun die Ergebnisse des fertiggestellten Pilgerwegs. Eine Idee der Initiatorin des Pilgerwegprojektes, Martina Jansen, war realisiert worden. Mitgewirkt hatten Vertreter aller sieben Gemeinden der Pfarre. Mit einem Einweihungs- und Eröffnungsfest wird dann das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Manfred Winkens stehende Projekt zur Nutzung freigegeben.

„Unser Ziel war, mit einem Pilgerweg alle Gemeinden in der Pfarre St. Marien zu verbinden, um das Identitäts- und Gemeinschaftsgefühl zu fördern und zu stärken“, formulierte Bärbel Windeln, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg und Projektmanagerin, das Anliegen des Projektes.

Nach dem Umbau und der Umgestaltung von Jugend- und Schützenheim an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Wassenberg-Oberstadt sollte der Außenbereich zur Begegnungsstätte für alle Menschen umgestaltet werden. Ruheinseln der unterschiedlichsten Gestalt hatten die Planer im Blick. So planen die Gestalter unter anderem ein Pflanzbeet mit Kräutern, die in der Bibel erwähnt werden. Ein erklärender, passender Bibeltext wird auf einer Stele mit Wechselrahmen ausgestellt.

Rund um die Kirche ist ein kleiner Pilgerweg barrierefrei mit sieben Stationen angelegt. Er dient als Ausgangspunkt für den großen Pilgerweg. Die sieben Stelen stehen in den Orten Wassenberg-Oberstadt (St. Mariä Himmelfahrt), Myhl (an der Kreuzgruppe), Orsbeck (Luchtenberger Kreuz), Ophoven (St. Mariä Himmelfahrt), Effeld (Marienkapelle), Birgelen (Friedhofskapelle) und Wassenberg (St. Georg).

Alle Stelen sind ebenfalls barrierefrei erreichbar. Neben den Stelen sind Sitzmöglichkeiten aufgestellt, die zum Verweilen einladen. Mit Wechselrahmen werden immer wieder kirchenjahreszeitliche oder kulturhistorische Texte ausgestellt sein. Der kleine wie der große Pilgerweg werden barrierefrei sein, so dass er mit dem Kinderwagen, von Rollstuhlfahrern, Rollatornutzern sowie natürlich Fahrradfahrern und Fußgängern genutzt werden kann.

Das Ziel, mit dem Pilgerweg Inklusion zu leben und zu ermöglichen, soll touristisch beworben werden und Bestandteil des Tourismusprogramms werden. So werden die ausgestellten Texte ebenfalls parallel in deutscher und niederländischer Sprache formuliert sein. In einem weiteren Schritt ist geplant, in Kooperation mit dem Heimatverein ein Begleitheft zum Pilgerweg herauszugeben, das die spirituellen Orte der Stelen auch kulturhistorisch ergänzend und detailliert erläutern wird.

Die Wiedererkennbarkeit des Pilgerrundweges wird mit einem Logo verbunden. Die Entwürfe wurden bei einem Wettbewerb mit zehn Teilnehmern, die ihre Vorschläge einrichten, von einer Jury bewertet. Ruth Kremers Logoentwurf wurde ausgewählt und ziert nun die Stelentexte wie auch die Pilgerwegrichtungshinweise.

„Den Rundweg haben wir mit Richtungspfeilen, die das Logo enthalten, ausgestattet“, betonte Karl-Heinz Jansen. „Ein Informationsblatt mit Kartenplan ist demnächst erhältlich bei den Büros der Gemeinschaft der Gemeinden“, ergänzte Brigitte Cüppers.

Am 25. Mai wird zur Einweihung des Pilgerweges und zur festlichen Eröffnung eingeladen. Propst Thomas Wieners wird mit dem Fahrrad alle Stationen abfahren und jede Stele einsegnen. Wer mitfahren möchte, kann sich an den verschiedenen Stelen jeweils anschließen.

Ab 11.30 Uhr erfolgt ein Festgottesdienst in Wassenberg-Oberstadt. Im Anschluss wird ein großes Pilgerfest gefeiert. Die Malteserjugend präsentiert „Spannendes für Jung und Alt“. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, und eine Verlosung lockt mit interessanten Preisen.

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