Ministerpräsident Armin Laschet kommt am 25. Mai 2019 nach Hückelhoven

Landesvater kommt nach Hückelhoven: Stadtjubiläum und stabile Finanzlage

Gute Nachrichten gibt es aus der ehemaligen Zechenstadt: Ministerpräsident Armin Laschet wird am 25. Mai 2019 nach Hückelhoven kommen, wenn „50 Jahre Stadt“ gefeiert werden. Zudem wurde der Entwurf des Haushaltsplans fürs nächste Jahr vorgelegt.

Der Anruf kam am Mittwoch: Ja, der Ministerpräsident wird kommen. Armin Laschet wird am 25. Mai kommenden Jahres die Festrede zum 50. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte nach Hückelhoven kommen. Am 20. Mai 1969 nämlich wurde der Gemeinde Hückelhoven-Ratheim von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen das Recht verliehen, künftig die Bezeichnung „Stadt“ zu tragen. „Die Gemeinde Hückelhoven-Ratheim im Landkreis Erkelenz“, heißt es in der Ernennungsurkunde, „hat sich, nachdem im Jahre 1935 die Orte Hückelhoven, Ratheim, Hilfarth, Schaufenberg, Millich und Kleingladbach zu einer Gemeinde zusammengeschlossen worden waren, zu einem beachtlichen Industrieort entwickelt. Soziale und kulturelle Einrichtungen, in dem Bemühen um das Wohl aller Einwohner geschaffen, geben der Gemeinde heute städtisches Gepräge und legen zugleich Zeugnis ab von dem Gemeinsinn und der Aufgeschlossenheit ihrer Bürger.“

Und weiter heißt es in der Urkunde dann etwas gestelzt: „In Würdigung des Strebens der Bürgerschaft, in Anerkennung der bisherigen Entwicklung, aber auch in der Erwartung, dass sich die Gemeinde dieser kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Aufgaben bewusst bleibt, hat ihr die Landesregierung durch Beschluss vom 20. Mai 1969 die Bezeichnung ,Stadt‘ verliehen.“

Bürgermeister Bernd Jansen kündigte in der Ratssitzung an, dass man diesen für Hückelhoven prägenden Jahrestag nicht nur zusammen mit dem Ministerpräsidenten, sondern mit der gesamten Bevölkerung feiern will: „Nach der offiziellen Feier am Samstag, 25. Mai, werden wir am Sonntag, 26. Mai, aus Anlass der Verleihung der Stadtrechte einen großen Familientag im Stadtzentrum veranstalten.“

Das Geld dafür wird im Haushalt für das kommende Jahr ohne Schwierigkeiten locker gemacht werden können, wie Kämmerer Helmut Holländer bei der Einbringung der Haushaltssatzung für das kommende Jahr den Stadtverordneten versicherte: „Die Erträge steigen stärker als die Aufwendungen, wir erwarten rund eine Million Euro Überschuss im Haushalt für das Jahr 2019“, sagte Holländer. Was ihn persönlich ganz besonders freuen wird, denn es ist der 27. Haushaltsentwurf, den er den Ratsvertretern vorlegt – und es ist sein letzter. Im kommenden Jahr wird der Kämmerer und Erste Beigeordnete in den Ruhestand verabschiedet werden. „Hückelhoven prosperiert weiter“, sagte Holländer, nachdem er das umfangreiche Zahlenwerk näher erläutert hatte.

„Diese erfreuliche Entwicklung ist das Ergebnis unserer soliden Haushaltspolitik“, bilanzierte Bürgermeister Bernd Jansen. Er betonte, dass im kommenden Jahr der Investitionsschwerpunkt im Hochbaubereich „eindeutig wieder im Bildungsbereich“ liegen werde. Zuschüsse für die Arbeiterwohlfahrt und die Lebenshilfe für die Errichtung der Kindergärten in Ratheim sind dabei ebenso fest eingeplant wie das Vorhaben, dass die Stadt eine dreigruppige Einrichtung an der Tannenstraße in Hilfarth selbst bauen wird, mit deren Fertigstellung zum Jahresende 2019 gerechnet wird. „Es ist zu hoffen, dass mit diesem enormen zusätzlichen Mitteleinsatz von der Stadt Hückelhoven genügend Kindergartenplätze angeboten werden können, damit der Rechtsanspruch, den die Eltern gegenüber der Stadt geltend machen können, erfüllt wird“, sagte der Bürgermeister.

Als weiteren Investitionsschwerpunkt für das kommende Jahr nannte Bernd Jansen die Feuerwehr: Hier stehen der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Baal und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Kleingladbach im Etat, auf dem Rathausparkplatz soll eine Garage für das Feuerwehrfahrzeug der Verwaltungsstaffel errichtet werden. Außerdem sind im Haushaltsentwurf 1,666 Millionen Euro für die Anschaffung von fünf neuen Feuerwehrfahrzeugen eingeplant.

Der Entwurf des Haushaltes für das kommende Jahr, den der scheidende Kämmerer Helmut Holländer vorgelegt hat, wird jetzt in den Fraktionen und in den zuständigen Fachausschüssen beraten, ehe er im Dezember vom Rat verabschiedet wird.

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