Heinsberg: Millionen-Bau am Rathaus mit Rotwein begossen

Heinsberg: Millionen-Bau am Rathaus mit Rotwein begossen

Noch ist gerade erst das Richtfest gefeiert, aber doch ist schon sichtbar, dass sich mit dem neuen Geschäfts-, Büro- und Wohnkomplex der Bauherrengemeinschaft Paul Josef Schmitz und Jochen Versin die Bebauung rund um den Heinsberger Rathausplatz zu einem baulichen Ensemble entwickelt hat.

Für die beiden Geschäftslokale im Erdgeschoss des Gebäudes mit einer Gesamtfläche von rund 120 Quadratmetern laufen laut den Bauherren derzeit konkrete Gespräche mit zwei Interessenten. Die beiden Büroetagen mit insgesamt rund 600 Quadratmetern sind bereits langfristig vermietet. Das großzügig geschnittene Penthouse mit rund 160 Quadratmetern ist verkauft.

Den Richtspruch für das 2,5-Millionen-Projekt am Heinsberger Rathausplatz sprach Bauunternehmer Ralf Peters in seiner Maurerkluft. Foto: Anna Petra Thomas/Rainer Herwartz

Möglich wurde das 2,5 Millionen Euro teure Projekt durch den Zukauf eines 8,70 Meter breiten Streifens vom Rathausplatz, der zuvor der Stadt Heinsberg gehörte. Dafür dankten Schmitz und Versin dem anwesenden Bürgermeister Wolfgang Dieder und dem Stadtrat beim Richtfest noch einmal. „Unaufdringlich, aber selbstbewusst“ füge sich das neue Gebäude mit Form und Farbe in das Ensemble rund um den Rathausplatz ein, betonte Schmitz in seiner Rede.

Er appellierte aber auch an Dieder, die Wegführung im Stadtkern einfach zu gestalten und den Besuchern der Stadt ein stressfreies Parken zu ermöglichen. Aus seiner „Privatschatulle“ versprach er dem Bürgermeister eine Spende in Höhe von 5000 Euro, wenn die Stadt auf dem Rathausplatz eine schöne Möglichkeit zum Verweilen schaffe. „Und die Bauherrengemeinschaft legt dann bestimmt noch einen Obolus drauf“, ergänzte er.

Er sei stolz, dass aus der „hässlichen Ecke“ nun dieses imposante Gebäude entstanden sei, erklärte Versin. Wie schon zuvor Schmitz betonte auch er, dass ausschließlich regionale Handwerksunternehmen am Bau beteiligt worden seien.

Der Stadtrat habe das Projekt einstimmig befürwortet, weil es ein überzeugendes Konzept gewesen sei, erklärte Dieder. Das neue Gebäude setze einen neuen tollen Akzent und vervollständige das Ensemble um den Rathausplatz. Er dankte für die Spende und verriet, dass sich Stadtplaner André van Vliet schon Gedanken zur Umsetzung mache. „Damit wird der Platz noch ansprechender als er jetzt schon ist.“

Den Richtspruch sprach unter dem farbenfroh geschmückten Richtkranz Bauunternehmer Ralf Peters in seiner Maurerkluft. „Drum wünsche ich, so gut ich‘s kann, so kräftig wie ein Maurermann, mit stolz empor gehobenem Blick dem neuen Haus recht viel Glück“, erklärte er und trank dann statt ansonsten traditionellem Schnaps lieber ein Glas Rotwein aus: „Nun nehme ich froh das Glas zur Hand, gefüllt mit Wein bis an den Rand“, reimte Peters. „Mit feurigem Saft der Reben, will jedermann die Ehr‘ ich geben, wie sich‘s nach altem Brauch gebührt, wenn so ein Bau ist ausgeführt.“