Hückelhoven: Michelle Frenken überzeugt beim Palmsonntagskonzert

Hückelhoven: Michelle Frenken überzeugt beim Palmsonntagskonzert

So mancher Zuhörer fand sich zum Palmsonntagskonzert in der Pfarrkirche St. Lambertus ein. Auf dem Programm standen unter anderem Arien aus dem Oratorium „Messias“ von Georg Friedrich Händel.

Zunächst erklang auf der kürzlich gestimmten Wilbrandorgel das „Praeambulum in d-moll WV34“ von Heinrich Scheidemann, einem Mitbegründer der norddeutschen Orgelschule. Seine Kompositionen zählen zu den Bedeutendsten des frühen 17. Jahrhunderts.

Klanglich kam dieses Stück sehr schön durch seine helle Hauptwerksmixtur und das Posaune-Register im Pedal zur Geltung. Kantor Georg Pusch interpretierte das Stück wie einen feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem.

Im Anschluss daran setzte Michelle Frenken mit der Arie „But who may abide“ einen ersten Glanzpunkt. Diese Arie, in der von den Flammen eines läuternden Feuers die Rede ist, ist eigentlich eine Alt-Arie. Dennoch konnte Mezzosopranistin Michelle Frenken dank einer gut ausgeprägten tiefen Lage und viel Glanz in der Vokalisation sehr gut überzeugen.

Es folgten drei weitere Arien aus dem „Messias“, jeweils unterbrochen durch kurze barocke Orgelwerke von Guillain, Couperin und Marchand. Die Arie „He was despised“ passte besonders gut zum vorösterlichen Passionsgedanken. „He gave his Back to the smiters“ („Den Rücken bot er seinen Peinigern“) hieß es da sehr ausdrucksstark gesungen von Michelle Frenken.

Die „Toccata in d-moll BWV 565“, das bekannteste aller Orgelstücke, erfreute besonders die anwesenden Orgelfreunde. In der Lambertuskirche kamen dank der sehr guten Akustik die Tutti und die Echopassagen gut zur Geltung. Mit dem Stück „Inflamatus“ von Antonin Dvorak endete das Konzert. Hier konnte die Sängerin noch einmal ihre Dynamik vom Pianissimo bis zum Fortissimo demonstrieren. Es war ein gelungener Abschluss für das Konzert, in dem Gesangssolistin und Organist gut harmonierten.

Als Zugabe erklang der Choral aus Schemellis Gesangbuch „Vergiß mein nicht.“

(CUH)
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