Wegberg: Mehr Schutz vor Überschwemmungen

Wegberg: Mehr Schutz vor Überschwemmungen

Seit 25 Jahren hat sich die Stadt Wegberg mit der Thematik beschäftigt, „und jetzt geht’s los“, erklärte Bürgermeister Reinhold Pillich beim Baubeginn für das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Ophover Mühle.

Der Bagger ist nun vorgefahren, die Baustelle weitgehend eingerichtet. In einem ersten Bauabschnitt wird das Mönchbauwerk erneuert, um eine optimalere Abflusssteuerung aus dem HRB zu gewährleisten. Der Wasserspiegel des Mühlenweihers, der für die Bauarbeiten abgesenkt wurde, bleibt nach Abschluss der Arbeiten auf dem gewohnten Niveau. Ziel der Maßnahme ist der Schutz vor Überschwemmungen in der Innenstadt von Wegberg, insbesondere an der Hauptstraße. Dort befindet sich ein kritischer Engpass im Verlauf des Beeckbachs, maximal 1,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde können weitergeleitet werden.

Sechs beteiligte Kommunen

Vier Rückhaltebecken säumen den Weg des 8,7 Kilometer langen Beeckbachs (Ophover Mühlenweiher, HRB Grenzlandring Beeck, Feld bei Rath-Anhoven und Ziegelweiher in Erkelenz). Das HRB an der Ophovener Mühle ist in Fließrichtung gesehen das letzte vor dem Zusammenfluss mit der Schwalm.

260.000 Euro sind veranschlagt für den ersten Bauabschnitt, 60 Prozent davon fördert das Land NRW, 40 Prozent gibt der Schwalmverband aus Eigenmitteln dazu. „Dieser Betrag wird durch die Gesamtbeteiligung aller Mitglieder — Brüggen, Niederkrüchten, Schwalmtal, Wegberg, Erkelenz und Mönchengladbach — refinanziert“, so Thomas Schulz, Geschäftsführer beim Schwalmverband. Bis Mai 2014 soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. Die Planung der Maßnahme wurde durch das Heinsberger Ingenieur-Büro Nacken erstellt, die Ausführung der Arbeiten übernimmt die Firma Balter aus Losheim/Eifel.

Ein zweiter Bauabschnitt sieht ab September dieses Jahres den naturnahen Ausbau eines Teils des Beeckbachs vor, der die Ansicht des Geländes um die Ophover Mühle verändern wird. Der derzeitige Damm (Fuß- und Radweg) zwischen Beeckbach und Ophover Mühlenweiher soll zurückgebaut werden.

Fuß- und Radweg werden über einen Teil des Parkplatzes geführt, eine neue Brücke wird den Weg an die andere Seite des Baches anschließen — „wenn die Finanzierung steht“, räumte Schulz ein. Freude bei allen Beteiligten rief da die Aussage des ebenfalls anwesenden Hans Hunscheidt, Dezernat finanzielle Förderung Wasserwirtschaft der Bezirksregierung Köln, hervor: „400.000 Euro haben wir schon.“

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