Mehr Menschen, die den Kreis zum Arbeiten verlassen als andersherum

Pendler im Kreis Heinsberg : Mehr Menschen, die den Kreis zum Arbeiten verlassen als andersherum

Jeden Tag verlassen mehr Menschen den Kreis Heinsberg, um zur Arbeit zu fahren, als Pendler in den Kreis hereinkommen. Das geht aus den neuesten Zahlen des Landesbetriebs IT.NRW hervor.

Demnach beträgt die Einpendlerquote 23,5 Prozent, die Quote derer, die zu ihrem Arbeitsplatz außerhalb des Kreises fahren 37,3 Prozent. Die Zahlen bilden das Jahr 2018 ab. Und genauer zeigen sie, dass knapp 25.000 Menschen zum Arbeiten in den Kreis Heinsberg kommen. Rund 48.500 sind dagegen Auspendler. Im Vergleich zum Jahr 2017 sind die Zahlen weitgehend konstant geblieben.

Bei den Einpendlern in den Kreis Heinsberg liegt die Zahl der Männer bei 14.757, die der Frauen bei 10.238. Bei den Auspendlern ist die Tendenz ähnlich: 18.896 Frauen fahren täglich vom Kreis Heinsberg aus in eine andere Stadt zum Arbeiten, bei den Männern sind es 29.607. Der höchste Anteil derjenigen, die zum Arbeiten in den Kreis kommen oder ihn verlassen, liegt bei den 45- bis unter 55-Jährigen.

Die meisten Pendler fahren zum Arbeiten in die Städteregion Aachen: 12.971 Menschen. Umgekehrt kommen aber auch die meisten aus der Städteregion in den Kreis Heinsberg, 7332 Menschen. Auf den zweiten Platz steht sowohl bei Ein- als auch bei Auspendlern Mönchengladbach, gefolgt vom Kreis Düren.

Spitzenreiter bei den Einpendlern ist die Stadt Heinsberg (14.281), gefolgt von der Stadt Erkelenz (11.509). Auf Platz drei steht Geilenkirchen mit 8091 Menschen, die dorthin zu ihrem Arbeitsplatz fahren. Die niedrigste Zahl an Einpendlern fährt täglich in den Selfkant (1000).

Bei den Auspendlern sieht das Bild ein wenig anders aus. Am meisten Menschen verlassen jeden Tag Erkelenz (14.842), danach kommt Hückelhoven (12.969), gefolgt von Heinsberg (11.663). Auch noch im zweistelligen Bereich ist die Stadt Wegberg mit 10.467 Auspendlern. Auch hier ist der Selfkant mit 2602 Menschen das Schlusslicht.

Die jährlichen Pendlerrechnungen fußen auf verschiedenen Datenquellen. Eine davon ist die Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, die Arbeits- und Wohnorte der größten Erwerbstätigengruppen erfasst, sowie die Personalstandstatistik. Die bildet die Pendlerbewegungen jener Menschen ab, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen, für die keine Sozialversicherungspflicht besteht – etwa Beamte. Eine dritte Quelle ist der Mikrozensus NRW, eine Befragung von einem festgelegten Teil der Bevölkerung, auf dessen Grundlage die Pendlerverflechtungen der Selbstständigen geschätzt werden.

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