Mehr Boxen und Bügel für Fahrräder am Bahnhof in Erkelenz

Für Fahrradfahrer : Mehr Boxen und Bügel am Erkelenzer Bahnhof

Der Bestand der abschließbaren Fahrradboxen am Bahnhof ist von 8 auf 22 gestiegen. Dies teilte Nicole Stoffels vom Stadtmarketing dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung mit.

Da die Nachfrage nach den Boxen in der Vergangenheit deutlich größer gewesen wäre als das Angebot, wurde die Aufstockung am südlichen Eingang des Bahnhofs mithilfe von Fördermitteln Ende 2018 umgesetzt.

Die 14 neuen Fahrradboxen stehen den Interessenten ab sofort zur Verfügung, wobei im ersten Schritt auch die Personen angesprochen werden, die auf der Warteliste für eine Fahrradbox stehen. Die Nutzung der Boxen ist auf ein halbes Jahr begrenzt und kostenlos. Lediglich für den Schlüssel muss ein Pfand hinterlegt werden.

Zusätzlich sind noch weitere 100 kostenlose Stellplätze ohne Boxen verfügbar, betonte der Erste Beigeordnete Hans-Heiner Gotzen auf die Frage des SPD-Ratsherren Ferdi Kehren. Dieser hatte eine zusätzliche Erhöhung der Anzahl der Boxen und die Möglichkeit der flexiblen Anmietung hervorgehoben. Insgesamt fand die Maßnahme mit Blick auf die Fahrradfreundlichkeit ein positives Feedback im Ausschuss.

Passend wurde später im Ausschuss ein Antrag der CDU und FDP beraten, in dem die Errichtung weiterer Fahrradabstellanlagen im öffentlichen Straßenraum und an öffentlichen Einrichtungen angeregt wurde. Diese sollten für die Bürger rund um die Uhr nutzbar sein. Dafür müsse der potenzielle Bedarf in den einzelnen Stadtbezirken auch über die Innenstadt hinaus festgestellt werden, führten die Antragsteller aus. Über das Ergebnis der Untersuchung soll im Herbst berichtet und ein entsprechender Ansatz in den kommenden Haushalt eingebracht werden.

Die als „Felgenklemmer“ bekannten Abstellanlagen in der Stadt seien nicht mehr zumutbar und böten oftmals nicht die Möglichkeit, das Fahrrad sicher abzuschließen. Daher werde oft auf das Fahrrad als Verkehrsmittel verzichtet, hieß es weiter in dem Antrag. Es sei zu prüfen, ob die Maßnahme in das Klimaschutzkonzept der Stadt aufgenommen werden könne.

Besagte „Felgenkiller“ würden sukzessive aus dem Straßenbild verschwinden, betonte die Verwaltung. Zu empfehlen seien die Fahrradbügel, die es schon vermehrt im Stadtbild gebe. Das Land NRW stelle bei einer Bagatellgrenze von 20.000 Euro Fördermittel in Höhe von bis zu 75 Prozent zur Verfügung. Um an dem Förderprogramm teilzunehmen, müssten Bedarf und Kosten bis September ermittelt werden. Der Antrag wurde bei einer Enthaltung angenommen.

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