Erkelenz-Borschemich (neu): Martinus-Denkmal: Altes Stück Heimat lebt wieder auf

Erkelenz-Borschemich (neu): Martinus-Denkmal: Altes Stück Heimat lebt wieder auf

Als Höhepunkt der Spätkirmes konnte die Schützenbruderschaft St. Martinus ein weiteres Stück Heimat aus dem alten Ort in den neuen retten. Im Anschluss an die Festmesse zum Patrozinium in der neuen Kapelle konnte in der Grünanlage der Kapelle das neu errichtete Martinus-Denkmal eingesegnet werden.

Die Schützen hatten es 1936 anlässlich der Feiern zum 300-jährigen Bestehen der Bruderschaft gespendet. Das Denkmal zeigt den heiligen Bischof im vollen Ornat. Er trägt neben dem Bischofsstab auch eine Nachbildung der Kirche St. Martinus, deren Schutzpatron er ist. Das Denkmal wurde im Rahmen der Umsiedlung abgebaut und eingelagert. Nun findet es im neuen Ort seinen Platz.

Doch auch der Sockel, auf dem der Heilige steht, ist besonders. Er wurde aus Steinen der niedergelegten alten Pfarrkirche gemauert. Von denen haben die Borschemicher viele gerettet, gesäubert und eingelagert, um sie zu gegebener Zeit wieder zu verwenden. Einer der Steine wird am Samstag eine Rolle spielen. Denn Brudermeister Hans Willi Schulte wird ihn dem neuen Aachener Bischof Helmut Dieser bei der Einführungsmesse überreichen.

Zuvor hatten die Schützen ihr neues Königspaar Willi und Irmgard Vautz gefeiert, das mit den Ministerpaaren Stephan und Birgit Kuhlen sowie Peter Schulte und Helga Schmitz antritt, um die Schützen durch das bevorstehende Schützenjahr zu führen. Sie treten die Nachfolge des Königspaares Hans Jürgen und Angelika Goebels mit den Ministerpaaren Helmut und Margret Schulte und Willi und Karin von Wirth an.

Für ihre Treue zur Bruderschaft wurden verdiente Mitglieder geehrt. Seit 70 Jahren sind Josef Boss und Erich Ackermann dabei. Für 60 Jahre wurde Hans Hahn und für 50 Jahre Heinz Feigenträger, Gerd Knoor und Wilfried Loerkens geehrt. Auf eine 40-jährige Mitgliedschaft blicken Herbert Boss, Karl-Heinz Frantischek, Peter Schulte und Karl-Heinz Thelen zurück. Uwe Oversberg wurde für 25 Jahre in der Bruderschaft geehrt.

(hewi)