Wassenberg-Ophoven: Marientracht in Ophoven: Feierlicher Abschluss der Oktavwoche

Wassenberg-Ophoven: Marientracht in Ophoven: Feierlicher Abschluss der Oktavwoche

Mit der traditionellen Marientracht ist in Ophoven die traditionelle Oktavwoche zu Ende gegangen. Die Beteiligung sei zwar etwas geringer gewesen als im vergangenen Jahr, so Pfarrer Thomas Wieners in seinem Fazit.

Aber alle, die teilgenommen hätten, seien sehr zufrieden gewesen. Besonders gut angekommen sei die Pilgermesse für Ehepaare mit einem Predigtgespräch unter Beteiligung der Neusser Psychotherapeutin Dr. Dorit Wilke-Lopez.

Festprediger der Festmesse im Pfarrgarten, die sich an die Marientracht anschloss, war Pfarrer Heinz Philippen von der Pfarrei St. Gereon Boslar. Er ist zugleich Leiter des Fatima-Weltapostolats im Bistum Aachen.

So schaute Philippen in seiner Predigt auch genau 100 Jahre zurück, in das Jahr 1917, als die Gottesmutter drei Hirtenkindern in dem kleinen portugiesischen Ort Fatima in der Nähe von Lissabon erschienen sein soll.

„Maria brachte eine Botschaft mitten in eine hoffnungslose Zeit“, betonte Philippen. Bekehrung und Gebet sollten zum Frieden führen. Diese Botschaft sei kein abgeschlossenes historisches Ereignis. Es gelte auch weiterhin, sie zu befolgen, appellierte der Geistliche an seine Zuhörer. Alle Hände auf dieser Welt sollten die Waffen fallen lassen und sich zum Gebet falten.

Maria habe ein Kind mit dem Namen Jesus geboren, was so viel heiße wie „Gott rettet. Sein Name ist Programm“. Maria sei die Mittlerin seiner Werke. Jeder Mensch brauche den Frieden, mit Gott und in der Beziehung mit anderen Menschen, gerade in der aktuell sehr aufgewühlten Zeit. Philippen nannte die Stichworte Nordkorea, Ukraine und Afrika.

Maria sei den Christen als Königin des Friedens ein Vorbild, eine Lehrmeisterin, eine Wegweiserin, „damit wir der Welt das Entscheidende bringen, den Frieden Christi“, betonte der Pfarrer. Das eigene Herz müsse dazu eine „Cova da Iria“, eine Mulde des Friedens, werden. „Maria ist wie ein Navi im Auto. Solange wir diesem Weg folgen, haben wir den richtigen Weg vor uns. Wenn wir meinen, es besser zu wissen, verfahren wir uns.“

Auch das Rosenkranzgebet sei immer noch aktuell, fuhr Philippen fort, weil man in dieses Gebet alles hineinnehmen könne. Eigene Schritte des Friedens könne jeder tun, schon auf dem Weg zum Gotteshaus. „Und auch der Beichtstuhl ist keine Folterkammer“, räumte er ein. „Lasst uns zu ‚Friedenstätern‘ werden“, rief er seine Zuhörer auf. „Ginge jeder den Weg zum Frieden, zu Christus mit Maria, dann bräuchten wir keine Friedensnobelpreise“, betonte er. „Alle wären überall Vollbringer des Friedens!“, so der Geistliche in seiner Predigt.

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