Wassenberg-Effeld: Manche nennen ihn den schönsten Badesee

Wassenberg-Effeld: Manche nennen ihn den schönsten Badesee

Haben Sie schon einmal einen Bürgermeister gesehen, der Spaß hat wie ein Kind? Nicht? Dann fahren Sie doch mal zum Effelder Waldsee, vielleicht treffen Sie ihn in der neu eröffneten Amici Bay an. So nennt sich nun die verschönerte und neu gestaltete Badebucht.

Im Rahmen einer kleinen Feier haben die neuen Investoren Henry Maessen und Maurice Bonné den Landschaftsarchitekt Joachim Scheller, Vertreter der Stadt, darunter Bauamtsleiter Norbert Sendke, Effelds Ortsvorsteher Erwin Staas und andere, eingeladen, selbst ins Wasser zu steigen.

Investor Henry Maessen war mit der Eröffnung der Amici Bay zufrieden. Allerdings konnten nicht alle Spielgeräte aufgeblasen werden.

Bei strahlendem Sonnenschein haben sich die Gäste überzeugt: Die Badebucht am Waldsee lockt nun nicht nur mit klarem Wasser, einem schönen Ausblick und gepflegten Liegewiesen, sondern von nun an auch mit riesigen Wasserspielzeugen. Die haben Ähnlichkeit mit klassischen Hüpfburgen, sie sind auf jeden Fall ebenso stabil. Und machen mindestens so viel Spaß.

Wasserwippe, -rutsche und ein Klettertrum: Die Amici Bay lockt die Besucher mit Wasserspaß. In nur sechs Monaten haben die neuen Pächter am Waldsee eine Ferien-Idylle geschaffen. Fotos (3): Gottfroh Foto: Gottfroh

Bürgermeister entert Wasserturm

Und wie die Badegäste am Waldsee miterleben durften, sorgen die neuen Spielzeuge nicht nur bei den Kindern für Begeisterung, sondern auch bei den Erwachsenen.

Vor allem bei Bürgermeister Manfred Winkens, der die sonst für ihn typische Geschäftskleidung abgelegt hatte und sich in legeren Badeshorts nicht nur am See blicken ließ, sondern sich auch gleich in die Fluten stürzte.

Gemeinsam mit den Kindern entert er Kletterturm, Wippe und Wasserrutsche. Letztere wird ihm jedoch zum Verhängnis — beim Eintauchen ins Wasser rutscht ihm die Brille von der Nase, und das gute Stück versinkt im Wasser. Acht Meter tief ist es an dieser Stelle. Und eben weil es so tief ist, stehen für die Gäste Schwimmwesten bereit. „Sicher ist sicher“, sagt Henry Maessen. Er freut sich, dass das neue Highlight am Eröffnungstag so gut ankommt.

Und nicht nur von den Kindern gibt es lobende Worte. Auch von Norbert Sendke. „Es hat ja viel Kritik gegeben in der letzten Zeit. Aber das, was die neuen Pächter hier in nur sechs Monaten auf die Beine gestellt haben, ist unverkennbar. Das verdient Lob“, sagt er. Und Bürgermeister Winkens ist sogar jetzt schon überzeugt, dass Effeld nun den schönsten See in der ganzen Region hat.

Und auch Effelds Ortsvorsteher Erwin Staas ist bei der Eröffnung wieder bester Stimmung. Dabei hatten die Planungen zur Neugestaltung des Effelder Waldsees jüngst bei ihm persönlich für Missstimmung gesorgt. In der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag stand der Vorwurf der Befangenheit gegen ihn im Raum. Ein Bürger hatte Winkens zuvor ein Schriftstück, in dem sich der Vorwurf — in einem Nebensatz, wie es in der Sitzung hieß — verbarg, zukommen lassen. Konkret, so erläutert Staas in der gelassenen Stimmung am Waldsee, gehe es um ein Grundstück, das sich gegenüber des Sportplatzes des Dorfes befindet und in seinem Besitz ist.

In der noch immer offenen Parkplatz- und Verkehrsfrage der Neugestaltung sei über die Möglichkeit, diese Fläche für Parkplätze zur Verfügung zu stellen, nachgedacht worden. „Diese Idee habe ich beim Runden Tisch nur kurz angerissen als eine von vielen Möglichkeiten“, so Staas. „Etwas Konkretes ist aber niemals auf den Tisch gekommen.“ Nun so sagt er, habe sich die Sache im nichtöffentlichen Teil der Sitzung erledigt. Doch Eines dürfte gewiss sein: Sollte das Wetter so heiß und sonnig bleiben, dann wird der Effelder Waldsee bald viele Parkplätze benötigen, denn für die Ferienkinder könnte er der Place-to-be werden.

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