Hückelhoven: Lernpartnerschaft: Projekt soll Schülern bei der Berufswahl helfen

Hückelhoven: Lernpartnerschaft: Projekt soll Schülern bei der Berufswahl helfen

Die Realschule Ratheim arbeitet künftig mit der Aker Wirth GmbH und der Hermann-Josef-Stiftung Erkelenz in verschiedenen Bereichen zusammen. Von der Lernpartnerschaft im Rahmen der Initiative „KURS“ (Kooperation Unternehmen der Region und Schulen) sollen jeweils beide Seiten profitieren.

Laut der Vereinbarung stellt Aker Solutions in Erkelenz den Schülern unter anderem Praktikumsplätze zur Verfügung und unterstützt sie in ihrer Technik-AG. Die Hermann-Josef-Stiftung Erkelenz lädt die Schüler in die Krankenpflegeschule ein, um dort über Ausbildungsgänge zu informieren.

Außerdem sollen Lehrer und Auszubildende der Krankenpflegeschule im Unterricht der Realschule Themen wie persönliche Gesunderhaltung und richtige Ernährung vermitteln. Ein Projekt mit dem Titel „Jung trifft Alt — Gestaltung demografischer Folgen“ hat bereits begonnen.

„Unsere Schüler lernen dank der KURS-Initiative noch näher an der Lebenswirklichkeit“, sagt Schulleiter Sven Hagen: „Wir haben zwei Partner gefunden, die ihre gesellschaftliche Verantwortung mitgestalten.“

Kontakte knüpfen

Aker Solutions verspricht sich von der Zusammenarbeit einen frühen Kontakt mit potenziellen Auszubildenden: „Der demografische Wandel fordert die Unternehmen immer stärker, hochqualifizierte Nachwuchskräfte aufzubauen. Wir sehen in der Zusammenarbeit die Chance, künftige Fachkräfte kennenzulernen und ihnen die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei uns aufzuzeigen“, sagt Vice President HR Helmut Pospiech.

Ähnlich geht es dem Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz. „Wir bieten den Jugendlichen in ihrer Freizeit einen festen Bezugspunkt an, bei dem sie die Gelegenheit haben, sich über die beruflichen Möglichkeiten im sozialen Feld der stationären Krankenversorgung zu orientieren“, sagt Wolfgang Salz, Verwaltungsdirektor der Hermann-Josef-Stiftung Erkelenz. Im Zuge des bereits gestarteten Projekts „Jung trifft Alt“ unterstützen die Jugendlichen die älteren Patienten durch ihre Gesellschaft oder kleine Hilfestellungen bei der Bewältigung ihres Krankenhausaufenthalts.

„Der demografische Wandel betrifft jeden“, sagt Heinz Gehlen, Geschäftsführer der an der KURS-Initiative beteiligten Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen: „Umso wichtiger wird es für die Betriebe, so früh wie möglich Kontakte zu Nachwuchskräften zu knüpfen.“ Die praktischen Einblicke seien entscheidend, um schneller und zielstrebiger in das Berufsleben einzusteigen.

„Mit den neuen Lernpartnerschaften erhalten die Schüler ein noch breiteres Angebot zur Berufswahlorientierung, und sie bekommen Sachwissen aus erster Hand vermittelt“, sagt Rudolf Jumpertz, KURS-Koordinator für den Kreis Heinsberg.

Mehr von Aachener Zeitung