Erkelenz: Leiche von vermisster Seniorin nach drei Jahren gefunden

Erkelenz : Leiche von vermisster Seniorin nach drei Jahren gefunden

Nach über drei Jahren der Suche herrscht nun traurige Gewissheit. Die seit dem 16. Juni 2010 vermisste Seniorin, die damals aus einem Erkelenzer Altenheim verschwunden war, wurde in dieser Woche tot aufgefunden.

Die Beamten des Heinsberger Kriminalkommissariates 1 hatten die Suche nach der unter starker Demenz leidenden Frau nie aufgegeben. Im Juni 2010 war zunächst in der Stadt Erkelenz mit einem Großaufgebot von heimischen Polizeikräften und Einsatzhundertschaften, die von einer Hubschrauber-Besatzung sowie von Spürhunden unterstützt wurden, nach der 72-Jährigen gesucht worden - vergeblich.

Auch eine Suchaktion in der Stadt Hückelhoven, wo ein Passant geglaubt hatte, die Frau zwei Tage nach ihrem Verschwinden aus dem Seniorenheim gesehen zu haben, blieb ergebnislos. Körperlich wurde die 72-Jährige als durchaus robust eingestuft. So war damals nicht ausgeschlossen worden, dass sie sich durch das Kreisgebiet bewegen würde. Wahrscheinlich sei, so dachte die Polizei, dass sie versuchen würde, von Autofahrern mitgenommen zu werden; zumal dies am ersten Tag, als sie in der Öffentlichkeit noch nicht als vermisst galt, in der Tat so geschehen war.

Es wurde jedoch auch nicht ausgeschlossen, dass sie in einen Bus oder einen Zug eingestiegen sein könnte. Leider kennen nun nicht nur die Polizisten, sondern auch die Angehörigen der Seniorin das traurige Ende der Geschichte. Die Frau wurde in Erkelenz am Dienstag gegen 15.20 Uhr tot gefunden. Auf einem verwilderten Grundstück zwischen der Bahntrasse und der Straße Am Bongert machte ein Anwohner eine grausige Entdeckung: ein Skelett. Sofort informierte er die Polizei, und die Beamten sperrten den Fundort ab.

Schnell stellte sich heraus, dass es sich um menschliche Überreste handelte. Kriminalbeamte der Heinsberger Polizei führten am Mittwoch, unterstützt von Mitarbeitern der Aachener Polizei, ihre Untersuchungen weiter fort. Im Laufe des Vormittags erhärtete sich der Verdacht, dass es sich bei der toten Person um die gesuchte Seniorin aus dem Jahr 2010 handeln könnte. Nach der Obduktion der sterblichen Überreste wurden die Angehörigen von den Polizeibeamten über das Ergebnis informiert. Dabei war sicher nur wenig tröstlich, dass sich keine Hinweise auf ein Fremdverschulden am Tod der Frau ergeben hatten.

(her/disch)
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