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Umbau in Porselen: Leerstehende Grundschule wird zur Kita

Umbau in Porselen : Leerstehende Grundschule wird zur Kita

Die leerstehende Grundschule in Porselen soll zu einer Kindertagesstätte umgebaut werden. Das hat der Rat der Stadt Heinsberg in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Die neue Kindertagesstätte Porselen soll im Jahr 2020 in Betrieb gehen. Dafür wird die Kita in Horst aufgegeben.

Hintergrund ist, dass die Kindertagesstätte Horst, deren Gebäude aus dem Jahr 1956 stammt und mehrfach umgebaut wurde, in Sachen Gebäudesubstanz und -ausstattung nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Kindertagesstätte entspreche, sagte Karsten Knoben, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement.

Weiterhin bestehe im Einzugsbereich der zweigruppigen Kita Horst Bedarf für eine dritte Gruppe. Dafür ist in dem derzeitigen Gebäude allerdings kein Platz, und eine Erweiterung beziehungsweise ein Umbau, sei nicht möglich, sagte Knoben. „Aus diesem Grund soll der Standort Horst aufgegeben werden und die nahe gelegene leerstehende Grundschule Porselen in eine Kindertagesstätte umgebaut werden“, heißt es folgerichtig in der Beschlussvorlage der Verwaltung für den Stadtrat.

Allerdings sind vor dem Einzug der Kinder in Porselen noch einige Arbeiten zu erledigen. Der ehemalige Klassen- und Verwaltungstrakt der Grundschule soll nach Planung der Verwaltung saniert und umgebaut werden. Dort entstehen drei Gruppenräume mit den erforderlichen Neben- und Ruheräumen sowie die Sanitärbereiche der Kindertagesstätte.

Das Lehrschwimmbecken und die Pausenhalle der leerstehenden Schule sowie die Nebenräume der Mehrzweckhalle werden abgerissen. „Dort werden die außerdem erforderlichen Räume für Verwaltung und Personal, eine Küche und ein Differenzierungsraum sowie die Nebenräume der Mehrzweckhalle neu gebaut“, so die Verwaltung.

Die Kosten für den Umbau betragen nach Angaben der Stadtverwaltung rund 1,66 Millionen Euro. 780 000 Euro soll der Neubau kosten, für den Umbau des bestehenden Gebäudes veranschlagt die Verwaltung 880 000 Euro.

Arbeiten sollen dieses Jahr beginnen

Die Stadt erwartet für den Neubau Fördermittel von rund 706 600 Euro aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz. „Der Umbau wird im Rahmen baulicher Unterhaltung durch kommunale Eigenmittel finanziert“, so die Verwaltung. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Möglich ist diese Lösung, weil der Schulstandort Porselen der Gemeinschaftsgrundschule Randerath-Porselen zum Schuljahr 2016/2017 geschlossen worden war und der Unterricht aller Jahrgänge zentral am Schulstandort in Randerath gebündelt wurde. Das Schulgebäude in Porselen wird seit August 2017 nicht mehr genutzt.

(ger)