Lebenshilfe feiert inklusives Familienfest im Café Samocca in Heinsberg

Inklusives Kulturprogramm im Kreis Heinsberg : Bunte Lebenshilfe-Familie feiert buntes Fest

Sonnenschein war am Samstag Mangelware, und mehrere heftige Regenschauer bescherten dem ersten Familienfest der Lebenshilfe im Hof vom Museumscafé Samocca weniger Besucher als erwartet. Dennoch gab sich Organisator Michael Kleinen zufrieden.

„Wir wollten unsere bunte Lebenshilfe-Familie hier ganz bunt darstellen. Das ist uns gelungen“, sagte er und dankte allen Kollegen, die ihn dabei kräftig unterstützt hatten. „Ich freue mich sehr über all das, was wir hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben.“

Das Familienfest war Teil des zweiwöchigen inklusiven Kulturprogramms unter dem Motto „Kultur ohne Barrieren – rund ums Zirkuszelt“. Die Veranstaltung bot zunächst ein umfassendes Kinderprogramm, zusammengestellt vom Familien unterstützenden Dienst der Lebenshilfe mit bekannten Attraktionen wie etwa Schminken oder Button-Maschine. Aber auch Ausgefallenes stand da zur Wahl. So konnten die Kinder zum Beispiel mithilfe einer Farbschleuder ihre eigenen Leinentaschen farbig gestalten, Fruchtcocktails oder Limonaden herstellen oder Leitergolf spielen.

Dieses Spiel, das in Amerika schon lange gespielt wird und sich nun auch in Deutschland verbreitet, fand beim Familienfest neue Freunde. Ziel dabei ist es, ein kurzes Seil mit je einer Kugel am Ende auf eine der drei Sprossen der breiten Leiter zu werfen. Im Museumscafé gab’s zudem eine Ausstellung von Kunstwerken, die Kinder in den Kitas der Lebenshilfe geschaffen hatten.

Musikalisch engagierte sich beim ersten Familienfest der Lebenshilfe die Band „Sunny Pipers“ mit Sänger Heinz Ernst (r.), der 40 Jahre bei der Lebenshilfe gearbeitet hat. Foto: Anna Petra Thomas

Für die musikalische Unterhaltung sorgten gleich mehrere Bands aus der Region, in denen Angestellte der Lebenshilfe spielen. Den Anfang machte die Band Cabenoka, mit Bernadette und Karl Pukallus, die sich beide für die Lebenshilfe engagieren. Es folgte als DJ Achim Klinkenberg, der im Betriebsrat der Lebenshilfe mitarbeitet und nach Feierabend die musikalische Leitung des Lebenshilfe Freizeitclubs Treffpunkt übernimmt. Erzieher Mike Schmidt vom Familienzentrum Triangel in Geilenkirchen war als Dritter im Bunde mit der Band „Cuja Mara“ nach Heinsberg gekommen.

Höhepunkt des Tages war der Auftritt der Band „Sunny Pipers“, die bereits seit mehr als 50 Jahren auftritt und deren Mitglieder bereits „mehrere Hundert Jahre Bühnenerfahrung haben“, wie es in ihrer Anmoderation hieß. Sänger Heinz Ernst freute sich darüber, viele Menschen aus der Lebenshilfe wiederzusehen, bei der er über 40 Jahre gearbeitet hatte.

 Weiter geht es im Programm von „Kultur ohne Barrieren“ schon ab heute bis Freitag mit einem Maskenbau-Kurs unter der Leitung von Sascha Weingran. An zwei Tagen präsentiert das Roxy-Filmtheater wieder Kino im Zirkuszelt. Auf dem Programm stehen am morgigen Dienstag „Der Klavierspieler vom Gare du Nord“ und am Donnerstag der Film Weserlusthotel, jeweils um 20 Uhr. Krönender Abschluss des zweiwöchigen Kulturfestivals ist am Freitagabend das bereits ausverkaufte Varieté unter dem Motto „Viva Las Heinsberg“.

Weitere Informationen: lebenshilfe-heinsberg.de.