Kreis Heinsberg: Landwirte ärgern sich über das Jakobskreuzkraut

Kreis Heinsberg: Landwirte ärgern sich über das Jakobskreuzkraut

Strahlend gelb blüht das Jakobskreuzkraut am Straßenrand und ist schön anzusehen, doch sorgt es für Ärger bei den Landwirten.

„Die Verunkrautung mit Jakobskreuzkraut hat in den letzten Jahren stark zugenommen im Rheinland“, erklärte Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg. Besonders an Straßenrändern wuchere das giftige Kraut. Deshalb müsse auch der Landesbetrieb Straßenbau NRW (Straßen.NRW) dringend an einer Lösung mitwirken, um das Kraut dauerhaft zu entfernen. Es könne nicht sein, dass nur noch ein ein Meter breiter Streifen entlang der Straße gemäht würde. Das Unkraut bliebe im Graben stehen und würde sich so auf die Weiden ausbreiten.

Die Bauern ärgern sich laut Conzen über das wuchernde Jakobskreuzkraut, weil es für die Tiere hochgiftig sei. Sobald die Pflanze getrocknet ist, würden die Tiere, wie Kühe, Schafe und Pferde, den Unterschied aus dem Heu nicht herausschmecken — und das könne im schlimmsten Fall tödlich enden. „Die Wegsäume müssen im Frühjahr einmal komplett abgemäht werden, sodass sie gar nicht erst zur Blüte kommen und nicht aussamen“, forderte Conzen.

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