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Landtagswahl 2022 im Kreis Heinsberg: Infos

Landtagswahl 2022 : Was Sie zur Landtagswahl im Kreis Heinsberg wissen müssen

Am 15. Mai 2022 findet die Landtagswahl statt. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Landtagswahl im Kreis Heinsberg.

Wer darf bei der Landtagswahl wählen?

Bei der Landtagswahl ist wahlberechtigt, wer ...

  • mindestens 18 Jahre alt ist,
  • die deutsche Staatsangehörigkeit hat,
  • und mindestens seit 16 Tagen in NRW wohnt.

Insgesamt gibt es in NRW aktuell rund 13,2 Millionen Wahlberechtigte.

Wie wird bei einer Landtagswahl gewählt?

Der NRW-Landtag wird in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer, geheimer und freier Wahl gewählt. Das bedeutet:

  • Allgemein: Alle Bürgerinnen und Bürger sind grundsätzlich berechtigt zu wählen.
  • Gleich: Jede abgegebene Stimme hat das gleiche Gewicht.
  • Unmittelbar: Es gibt kein zwischengeschaltetes Gremium, das die Wahl dann vornimmt.
  • Geheim: Alle Stimmen werden geheim abgegeben. Niemand kann nachprüfen, wer wie gewählt hat.
  • Frei: Alle Wählerinnen und Wähler treffen ihre Wahlentscheidungen selbst.

Am Wahltag dürfen alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme zwischen 8 und 18 Uhr abgeben.

Wählende bei der Landtagswahl haben zwei Stimmen. Mit der Erststimme wird per Direktwahl eine Wahlkreisbewerberin oder ein Wahlkreisbewerber gewählt, die oder der ein Direktmandat für den Landtag erhält. Die Erststimme wird auf dem Wahlzettel auf der linken Stimzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme wird keine konkrete Person, sondern die Landesliste einer Partei gewählt. Die Zweitstimme wird auf dem Wahlzettel auf der rechten Stimmzettelhälfte eingetragen.

Zu welchem Wahlkreis gehört der Kreis Heinsberg?

Nordrhein-Westfalen besteht aus 128 etwa gleich großen Wahlkreisen, die wiederum in Stimmbezirke mit maximal 2500 Einwohnerinnen und Einwohner unterteilt werden. Der Kreis Heinsberg ist in zwei Wahlkreise unterteilt:

  • Wahlkreis 9 Heinsberg I: Gangelt, Geilenkirchen, Heinsberg, Selfkant, Übach-Palenberg, Waldfeucht
  • Wahlkreis 10 Heinsberg II: Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg, Wegberg

Wer stellt sich im Wahlkreis Heinsberg I und Heinsberg II zur Wahl?

Laut Landeswahlgesetz sind alle Wahlvorschläge spätestens am 59. Tag vor der Wahl bis 18 Uhr einzureichen – in diesem Jahr also bis zum 17. März.

Bislang stehen die folgenden Direktkandidatinnen und Direktkandidaten fest:

Wahlkreis Heinsberg I

Bernd Krückel (CDU): Bernd Krückel, Jahrgang 1964, ist Vorsitzender der CDU im Kreis Heinsberg. Krückel ist seit 2005 im Landtag in Düsseldorf vertreten. Krückel kommt aus Heinsberg und ist Steuerberater. Bei der vergangenen Landtagswahl holte er mit 49,1 Prozent der Stimmen und deutlichem Vorsprung vor seinen Kontrahenten das Direktmandat.

Andrea Reh (SPD): Andrea Reh (45) aus Gangelt ist stellvertretende Landrätin und seit einigen Jahren in der Kreispolitik unterwegs. So war sie das erste schwangere Mitglied des Kreistags. Reh ist zweifache Mutter und Grundschulrektorin. Die Bildungspolitik liegt ihr besonders am Herzen. Hier habe das Land NRW viel aufzuholen, findet sie.

Sabrina Grübener (Grüne): Sabrina Grübener aus Dremmen ist promovierte Soziologin. Sie setzt auf eine klare politische Haltung und einen hohen Umsetzungswillen in ihrem Schwerpunktbereich Bildung. Sie steht auf Platz 57 der Reserveliste der Grünen. Grübener ist auch Mitglied des Kreistages.

Stefan Lenzen (FDP): Stefan Lenzen, Jahrgang 1981, schaffte im Jahr 2017 über die Reserveliste der FDP den Sprung in den Landtag. Lenzen ist Diplom-Kaufmann und arbeitete vor seinem Einzug in den Landtag im Personal- und Qualitätsmanagement bei einem regionalen mittelständischen Einzelhandelsunternehmen. Schwerpunktthemen von Lenzen sind Integration, Arbeit und Soziales sowie Heimat.

Max Winkowski (Linke): Max Winkowski ist Sprecher der Linke-Ortsgruppe Übach-Palenberg und Kreisvorstandsmitglied. Winkowski fordert deutlich höhere Investitionen in das Bildungssystem, um sozialer Ungleichheit entgegenzuwirken. Außerdem setzt er sich für den Ausbau des ÖPNV ein.

Jenny Marx (dieBasis): Jenny Marx, Jahrgang 1961, ist Mitgründerin des Kreisverbandes von „dieBasis“ in Heinsberg. Marx ist kaufmännische Assistentin und seit 2009 politisch aktiv mit den Schwerpunkten soziale Gerechtigkeit, Tier- und Umweltschutz.

Walter Leo Schreinemacher (Freie Wähler): Walter Leo Schreinemacher ist Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Kreistag und im Heinsberger Stadtrat. Schreinemacher ist sicher das bekannteste Gesicht der Freien Wähler im Kreis. Er steht auf Platz sieben der Reserveliste seiner Wählervereinigung, sollte sie den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen, könnte er mit einem Einzug in den Landtag rechnen.

Wahlkreis Heinsberg II

Thomas Schnelle (CDU): Thomas Schnelle vertritt die CDU seit 2017 im Landtag, als er das Direktmandat gewann. Schnelle, Jahrgang 1967, kommt aus Hückelhoven und engagiert sich unter anderem für das Thema Innere Sicherheit. Bis zu seiner Wahl in den Landtag arbeitete Schnelle als Polizist. Weitere Kernthemen sind für ihn der Tagebau Garzweiler, der Strukturwandel und Feuerwehr sowie Katastrophenschutz.

Heike Simons (SPD): Heike Simons (49) Altenpflegerin aus Wassenberg und arbeitet im Sozialen Dienst. Sie will nicht nur das Thema Pflege in die erste Reihe der Landespolitik bringen. Auch im Bereich Digitalisierung würden in NRW viele Gegenden und damit Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten für die Menschen abgehängt und ausgebremst, findet sie.

Paul Mank (Grüne): Paul Mank ist Leiter einer Kindertagesstätte aus Wassenberg. Er ist Sprecher des Wassenberger Ortsverbands der Grünen und positioniert sich deutlich gegen Rechts. In der Wassenberger Kommunalpolitik setzte er sich immer wieder für Partizipation, besonders von Kindern und Jugendlichen ein.

Tino Paluska (FDP): Tino Paluska aus Hückelhoven fühlt sich mit seiner Heimat und dortigen bergmännischen Tradition eng verbunden. Er will für eine Politik eintreten, die etwas für die Menschen tut. Paluska kandidierte bereits im Jahr 2012 für die FDP für den Landtag und holte damals 4,0 Prozent der Erststimmen.

Manuel Staeck (Linke): Manuel Staeck (46) ist seit 2017 bei den Linken, er leitete die Ortsgruppe Hückelhoven der Partei und ist im Sprecherkreis des Bündnisses gegen Rechts. Kernthemen sind für ihn Bildung, Digitalisierung und Förderung von Familien und Kindern. Er kritisiert, dass sich unter der bisherigen Landesregierung die Lage der Menschen zum Schlechten verändert habe.

Michael Aggelidis (dieBasis): Michael Aggelidis, Jahrgang 1962, führt eine Anwaltskanzlei in Bonn. Er war langjähriges Mitglied der SPD und PDS und Mitbegründer der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG). Später war bei der Linken. Aggelidis Themenschwerpunkte sind Außen- und Friedenspolitik, Energiepolitik und Soziales.

Heinz-Josef Frings (Freie Wähler): Heinz-Josef Frings vertritt die Freien Wähler im Kreistag. Zu Frings Kernthemen zählt der Einsatz für eine Landeswohnungsbaugesellschaft. Frings will auch den ÖPNV attraktiver gestalten und setzt zum Beispiel auf die Wasserstofftechnologie oder kombinierte Kleinbus-Seilbahnsysteme.

Wann öffnen die Wahllokale im Kreis Heinsberg?

Die Wahllokale sind am 15. Mai 2022 von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

In welchem Wahllokal muss ich wählen?

Die Adresse des Wahllokals, in dem Sie Ihre Stimme am Wahlsonntag abgeben können, finden Sie auf der Wahlbenachrichtigung, die Ihnen etwa vier Wochen vor der Wahl postalisch zugestellt wird.

Ich habe meine Wahlbenachrichtigung verloren. Was nun?

Wenn Sie Ihre Wahlbenachrichtigung verloren haben, können Sie trotzdem wählen gehen. Sie können dazu einfach am Wahltag in Ihr Wahllokal gehen und sich dort mit Ihrem Personalausweis oder Reisepass ausweisen.

Sollten Sie auch die Adresse des Wahllokals vergessen haben, erkundigen Sie sich am besten im Wahlamt nach der korrekten Adresse.

Sollten Sie gar keine Wahlbenachrichtigung erhalten haben, stehen Sie möglicherweise nicht im Wählerverzeichnis. Auch in diesem Fall sollten Sie sich rechtzeitig an das Wahlamt wenden.

Wie und wo kann ich Briefwahl beantragen?

Wer per Briefwahl wählen möchte, braucht dazu einen Wahlschein. Diesen können Sie bei der Gemeinde Ihres Hauptwohnsitzes persönlich oder schriftlich beantragen. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich ein entsprechender Antragsvordruck. Sollten Sie bereits früher wissen, dass Sie per Briefwahl wählen möchten, können sie den Antrag auch stellen, bevor Ihnen die Wahlbenachrichtigung zugestellt wurde. Dazu müssen Sie die folgenden Angaben machen:

  • Familienname
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Wohnanschrift

Die Briefwahlunterlagen können frühestens nach den endgültigen Zulassungen der Kreiswahlvorschläge und der Landeslisten ausgegeben werden. Der Wahlschein kann bis spätestens um 18 Uhr am Freitag vor dem Wahltag beantragt werden.

Wichtig: Wenn Sie per Briefwahl wählen, sollten Sie den Wahlbriefumschlag rechtzeitig abschicken: Der Brief muss bis spätestens 18 Uhr am Wahlsonntag bei der zuständigen Stelle vorliegen,

Wer zahlt bei der Briefwahl das Porto?

Wenn Sie per Briefwahl wählen, müssen Sie Ihren Wahlbrief innerhalb von Deutschland nicht frankieren.

Wo finde ich die Ergebnisse der Wahl?

Die Ergebnisse der Landtagswahl 2022 finden Sie am Wahlabend hier:

(red)