Kreis Heinsberg: Landesinitiative soll Begeisterung für technische Berufe wecken

Kreis Heinsberg: Landesinitiative soll Begeisterung für technische Berufe wecken

Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter von Schulen und Unternehmen aus dem Kreis Heinsberg haben sich in Geilenkirchen getroffen, um über erfolgversprechende Ansätze zur stärkeren Begeisterung von Schülerinnen und Schülern für die sogenannten MINT-Qualifikationen — Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik — zu beraten.

Zu dem Netzwerktreffen im unternehmenseigenen Hörsaal der CSB-System AG hatten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) und das regionale Bildungsbüro Kreis Heinsberg eingeladen. Beide Einrichtungen engagieren sich seit zwei Jahren im Rahmen der Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“ (zdi) im zdi-Netzwerk ­Aachen und Kreis Heinsberg, das vor allem Wirtschaft und Schulen mit dem Ziel vernetzen will, mehr junge Menschen für technische Berufe zu begeistern.

Wie das vorbildlich funktionieren kann, wurde zunächst am Beispiel von drei konkreten Projekten verdeutlicht: Albert Baeumer von Gastgeber CSB-System berichtete von dem Kurs „Netzwerkprogrammierung“, den das Unternehmen in Kooperation mit verschiedenen Schulen im laufenden Schulhalbjahr realisiert und jüngst erfolgreich abgeschlossen hat. Guido Randerath von der Heinsberger ­Elteba stellte gemeinsam mit Albert Zaunbrecher, dem Schulleiter der Heinsberger Realschule im Klevchen, das Projekt „Real Robotik 2.0“ vor, das mittels Robotik unternehmerische und handwerkliche Praxis in die Schule gebracht hat und dafür bereits als landesweites Beispielvorhaben gewürdigt wurde.

Schließlich berichtete ­Mustafa Yaman, Ausbildungsleiter von der Erkelenzer MH Wirth, von seiner innovativen Kooperation mit der Realschule Ratheim, bei der Auszubildende des Unternehmens in der Schule MINT-Projekte eigenständig aktiv gestalten und begleiten.

Anschließend entwickelte sich ein lebhafter Austausch über Projektideen und deren Umsetzbarkeit, die oftmals aus öffentlichen Fördermitteln unterstützt werden kann, wie Netzwerkkoordinator Michael Schmitz erläuterte.

Mit dem Ergebnis dieses zweiten Runden Tisches vom regionalen zdi-Netzwerks zeigte er sich ebenso zufrieden wie Ulrike Deussen vom Regionalen Bildungsbüro und Axel Wahlen von der WFG, der betonte: „Unser zdi-Netzwerk hat auch im Kreis Heinsberg Fahrt aufgenommen, wir sind aber nach wie vor offen für Interessenten, die noch einsteigen wollen. Das gilt insbesondere für technikaffine Unternehmen, die nach Wegen suchen, sich bei der Zielgruppe künftiger Auszubildender interessant zu machen.“

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