Landesförderprogramm „NRW.Vital“ in der Westzipfelregion

Westzipfelregion : Weitere Ideen der Bürger sind gefragt

Mit dem Zusammenschluss der Westzipfelregion 2017 durch die Stadt Heinsberg sowie die Gemeinden Selfkant, Gangelt und Waldfeucht startete der Verbund im Landesförderprogramm „NRW.Vital“. Mittlerweile steht die fünfte Projektphase kurz vor ihrem Abschluss. Drei Treffen, bei denen Bürger Projektideen initiieren und konkretisieren können, sind jetzt terminiert.

Die vier Bürgermeister wie auch Regionalmanagerin Alexandra Jentgens blickten seinerzeit beim Projektstart bereits zuversichtlich in die Zukunft – und wurden dann allesamt positiv überrascht. Ziel war es, die Bürger aus der Region zu motivieren, ihren ländlichen Raum für die Zukunft mitzugestalten. Nicht nur in der Mitgliederversammlung und den gebildeten „Lokalen Arbeitsgruppen (LAG) Westzipfelregion“ sind die Bürger seitdem aktiv.

Bisher wurden insgesamt vier Projektausrufphasen ausgerufen und zwölf Projekte von der LAG als förderwürdig beschlossen. Fünf Projekte erhielten einen Förderbescheid von der Bezirksregierung in Köln. Diese Maßnahmen wurden teilweise schon von den Projektträgern umgesetzt wie unter anderen „Mein Stück Glück“, „Boulebahn An d’r Heggeströper“, „westzipfelinteraktiv.de“, „Go-West-Oldtimerfestival“ und die „Aufwertung des Gangelter Ritterfestes“. „Diese Projekte verdeutlichen, dass dank des Förderprogramms sowohl Privatpersonen als auch Vereine, Kommunen oder Unternehmen die Chance haben, neue attraktive Projekte umzusetzen“, sagt Alexandra Jentgens.

Das Förderprogramm läuft noch bis zum Jahr 2023. Daher sind die Initiatoren stets auf der Suche nach neuen und innovativen Projektideen, die in die Handlungsfelder „Regionale Entwicklung und Nahversorgung“, „Naherholung und Tourismus“ sowie „Demografischer Wandel, Mobilität & Integration“ eingeordnet werden können. Mittlerweile ist die fünfte Projektphase ausgerufen, diese läuft noch bis zum 30. August.

Bürger aus der Region sind sehr aktiv und kreativ, wie unter anderen Thomas Back. Er stellte seine Projektidee mit der Herausstellung der Jätzkes in Dremmen vor. Diese kleinen Gassen möchte der Ort nun attraktiv präsentieren. Foto: Heinz Eschweiler

Zwei neue Projektbewerbungen „Ringbuch Mein Stück Glück“ und „Matschanlage An d’r Heggeströper“ wurden zur Prüfung auf Förderwürdigkeit eingereicht. Die Vorhaben werden in den begleitenden Arbeitsgruppentreffen besprochen und dann auf der Mitgliederversammlung des Vereins LAG Westzipfelregion am 30. Oktober im Rathaus der Stadt Heinsberg vorgestellt. Bekanntlich wechselte das Büro der Regionalmanagerin Anfang Juli für die nächsten zwei Jahre ins Rathaus Heinsberg. Zuvor war es in Gangelt untergebracht, wo eine Kontaktaufnahme aber nach wie vor möglich ist.

Die sechste Projektausrufphase läuft vom 1. September bis zum 18. Dezember. Die Treffen der Arbeitsgruppe, zu der alle Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Unternehmen herzlich eingeladen sind (die Mitgliedschaft im Verein LAG Westzipfelregion ist für eine Teilnahme keine Voraussetzung), starten wieder ab September und finden allesamt in Heinsberg statt. Es wird drei Treffen geben, bei denen Projektideen initiiert und konkretisiert sowie Fragen zum Förderprogramm beantwortet werden können: am Donnerstag, 5. September, Dienstag, 24. September, sowie Dienstag, 5. November, jeweils von 17.30 bis 19 Uhr. Alle Treffen, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger aus der Westzipfelregion mit ihren Ideen oder Anregungen herzlich willkommen sind, finden im Rathaus der Stadt Heinsberg statt.

„Es ist spannend mitzubekommen, wie Projektideen im Laufe der Treffen weiterentwickelt und konkretisiert werden“, betont Regionalmanagerin Jentgens. „Wir treffen uns nun schon bereits zum 20. Mal. Die Zusammensetzung der Gruppen ist mit neuen Gesichtern gemischt.“ Natürlich gebe es „den harten Kern an Ehrenamtlern, die gemeinsam die bisherigen Projekte entwickelt und vorangetrieben haben“, doch freuen sich die Verantwortlichen laut Jentgens immer sehr, wenn neue Interessierte dazu stoßen, die neue Ideen, neues Wissen und andere Ansichten mitbringen.

Ein weiteres Plus für den bisherigen Erfolg sieht Alexandra Jentgens auch darin, dass die Teilnehmer der Arbeitsgruppen am Ende der Besprechung nicht gleich die Heimreise antreten, „sondern man sitzt weiter im gemütlichen Kreise zusammen“. Der gemeinsame Austausch sei ein weiterer Erfolgsgarant. „Die Teilnehmer leben somit vor, wie eine Region zusammenwachsen kann und wie wir gemeinsam erfolgreiche Projekte entwickeln und realisieren können“, so Alexandra Jentgens.

Infos gibt es online auf www.westzipfelregion.de, www.westzipfel-interaktiv.de, bei Alexandra Jentgens unter 02454/588588 (Weiterschaltung nach Heinsberg) sowie 0151/54978241 und unter jentgens@westzipfelregion.de.

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