Erkelenz: Lamberti-Narren begeistern mit Karneval der Extraklasse

Erkelenz: Lamberti-Narren begeistern mit Karneval der Extraklasse

Einmal im Jahr trägt der Lambertiturm eine Narrenkappe. Dann hängt er als Plakat im Gemeindesaal und es ist Karneval. Und was er da auf der kleinen Bühne so alles geboten bekommt, hat es in sich. In und um Erkelenz hat sich die Karnevalssitzung der Pfarre längst zu einem Insidertipp entwickelt.

Man bringt sich sein Essen selbst mit, Taschenkontrolle ist ein Fremdwort und die Stimmung dafür vom ersten Vorhang an ausgezeichnet. Vor allem, wenn der „Vorhang“ anfängt zu singen und sehr an die gute, alte Muppet Show erinnert. Und wie sich das bei St. Lambertus gehört, kam auch die Auftaktnummer nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Hoppeditz Katrin Sieglar hatte alle Hände voll zu tun, das Kommen und Gehen auf der Bühne gemeinsam mit Moderator Gerd Held zu managen. Denn es ging natürlich mitten durch die engen Stuhlreihen, wo auch Pfarrer Werner Rombach als Englein mit Flügeln und Heiligenschein dem närrischen Treiben beiwohnte. Helmut Jopen von der EKG gefiel das Kostüm Rombachs so gut, dass es ihn während des Besuchs der Gesellschaft immer wieder zu spontanen Witzchen inspirierte.

Wenn die EKG kommt, ist die Hütte voll. Trotzdem gehört die zeitweise blau-weiße Übernahme des Saals zur guten Tradition der Sitzung. Mit Möhneleut, Elferrat und Hofstaat gab sich Franz I. die Ehre und ließ die Puppen tanzen, die Möhnen singen und den Präsidenten sticheln. Franz I. wurde von Held als „Prinz, der sehr schöne Beine hat“ gelobt. Seine Schönbeinlichkeit revanchierte sich und bot wiederum Pfarrer Rombach seine Ersatzstrumpfhosen für die Messe am Karnevalssonntag an.

Das Programm der Lamberti-Narren ist hausgemacht, und fast jeder hatte mehr als eine0 Rolle, in die er im Laufe des Abends zu schlüpfen hatte. Zwischendurch gibt es auch eine Hutrunde für die Kellnertruppe oder ein spontanes gemeinsames Schunkeln, weil einer der sieben Zwerge etwas später mit mondän glitzerndem Frack auf der Bühne oder im Saal im Einsatz ist.

Bei einer ordentlichen Sitzung darf natürlich das Männerballett nicht fehlen. Das der Kirchengemeinde überzeugte in diesem Jahr in frechen Charlestonkleidern und verruchten Netzstrümpfen. Weiter ging es mit den beiden Trauerschnallen, tanzenden Säcken, einer Wunderbox und natürlich den beiden Putzfrauen Anne Reimann und Ulla Rothkranz, die traditionell die Sitzung mit ihrem frechen Kehraus beenden. Dieses Jahr waren natürlich die Bajaasch der EKG und erstmals auch eine Abordnung des Städtischen Musikvereins da.

Am Sonntag ging es dann mit einer Auswahl des Programms und gemeinsam mit der EKG in der Stadthalle bei der Seniorensitzung rund.

(hewi)