Heinsberg/Köln: Kunstrasenplatz: Regierungspräsidentin soll dem Landrat Beine machen

Heinsberg/Köln : Kunstrasenplatz: Regierungspräsidentin soll dem Landrat Beine machen

Eigentlich sah es beinahe schon so aus, als sei über das Thema Kunstrasenplatz im Klevchen still und leise Gras gewachsen. Die CDU hatte bekanntlich mit absoluter Ratsmehrheit gegen den Protest der übrigen Heinsberger Ratsmitglieder im Sommer letzten Jahres beschlossen, selbigen in unmittelbarer Nähe der Realschule bauen zu wollen.

Nachdem ein Schriftverkehr der Opposition mit dem Landrat, der den Ratsbeschluss aufheben sollte, nicht den gewünschten Erfolg brachte, fährt die SPD nun schwerere Geschütze auf. Jetzt soll es die Regierungspräsidentin Gisela Walsken richten.

„In der Anlage übersende ich Ihnen einen umfangreichen Vorgang bezüglich der Errichtung eines Kunstrasenplatzes an der Städtischen Realschule Heinsberg“, heißt es in einem Schreiben von SPD-Fraktionschef Ralf Herberg. Aus dem Schriftverkehr sei zu entnehmen, dass die Freien Wähler, die Grünen und die SPD die Auffassung verträten, dass der Beschluss des Rates durch die Kommunalaufsicht zu beanstanden sei.

Aber: „Der Landrat vertritt diese Auffassung nicht.“ In einem Schreiben vom 6.12.2017 hätten die drei Parteien ihre Auffassung letztmals „dezidiert vorgetragen“, doch der Landrat habe „bis zum heutigen Tage keine Stellungnahme abgegeben“. Nun soll die Regierungspräsidentin den Landrat dazu auffordern.

(her)