Kunsthandwerkermarkt mit Montmartre-Flair in Wassenberg

Motto „Kreativ Herbst“ : Kunsthandwerkermarkt mit Montmartre-Flair

Die neue Handtasche aus dem ausgedienten Geldsäckchen der Bundesbank, das Portemonnaie aus der fein bestickten Hosentasche einer alten Jeans waren nur zwei Ideen zum Thema Upcycling, das beim dritten Kunsthandwerkermarkt unter dem Motto „Kreativ Herbst“ in Wassenberg das Interesse der Besucher auf sich zog.

Viele Menschen, groß und klein, waren gekommen, um bei sommerlichen Herbstwetter an den rund 70 Ständen entlang zu bummeln, an denen Künstler und Kunsthandwerker auf dem Roßtorplatz und auf der Graf-Gerhard-Straße ihre Werke zeigten.

Von Hand gefertigter Schmuck fand ebenso seine Liebhaber wie Dekorationsobjekte aus Glas, Holz, Metall, Beton, Filz, Papier oder weiteren Werkstoffen. Nicht zu vergessen die Herbstfloristik, die natürlich saisonbedingt auf großes Interesse stieß. Textilien, zum Teil ebenfalls im Upcycling-Verfahren gefertigt, oder Stofftiere begeisterten ebenfalls. Im künstlerischen Bereich waren Malerei, Skulptur und Keramik präsent. Elisabeth Jacobs aus Myhl und Sandra Kinneweg aus Wassenberg, beide Mitglieder des Wassenberger Künstlerstammtischs, hatten an der Ecke zur Kirchstraße sogar ihre Staffeleien aufgebaut, erklärten den Besuchern gerne die Technik ihrer Malerei mit Pastellkreiden und brachten so ein ganz klein wenig das Flair vom Montmartre in Paris auf den Wassenberger Markt.

Begeistert aufgenommen wurde vom Publikum vor allem, dass industrielle Waren bis auf ganz wenige Ausnahmen vom Markt verbannt blieben. „Bei mir kommt nichts vom Band. Ich arbeite noch gern mit Herz und Hand“, stand auf einem kleinen Schild zu lesen, das eine Ausstellerin dazu passend an ihren Stand gestellt hatte. Den Künstlern und Kunsthandwerkern noch ein bisschen mehr über die Schulter schauen oder sich auch als Erwachsener dabei ausprobieren zu können, wäre sicherlich für die Zukunft noch wünschenswert, tat dem großen Erfolg des diesjährigen Marktes jedoch keinerlei Abbruch.

Begeistert waren auch die Kinder dabei, die sich zum Beispiel zusammen mit Elke Emmanuel in der Gestaltung von leicht zu bearbeitendem Steinmaterial versuchen konnten.

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