Hückelhoven-Ratheim: Kunstaustellung: Die Umwelt beobachten und Gedanken ausdrücken

Hückelhoven-Ratheim: Kunstaustellung: Die Umwelt beobachten und Gedanken ausdrücken

Sie arbeiten an ganz verschiedenen Arten von Kunst: Marlen Krings, Willi Wagels und Willi Arlt. Im Alten Rathaus von Ratheim stellten sie unter dem Titel „2+1“ ihre Werke aus.

Von Lyrik beeinflusst

Bei der Ausstellungseröffnung, die musikalisch vom Trio „Phiesko“ untermalt wurde, fanden sich viele Kunstinteressierte ein. Willi Arlt hatte es übernommen, einführende Worte zur Ausstellung zu sprechen. Marlen Krings lasse sich sehr von der Lyrik beeinflussen, betonte er. Oft habe sie lyrische Texte zu ihren Bildern verfasst oder Bilder aus den Worten ihrer Gedichte erarbeitet. Allen ihren Werken gestand Willi Arlt zu, einen spirituell-philosophischen Hintergrund zu haben. Für Marlen Krings gelte der Satz „Worte malen Bilder und Bilder schreiben Worte“.

Willi Wagels, beruflich als Bautechniker an strenge Vorgaben und Berechnungen gebunden, habe sich in der Freizeit das Recht genommen, ohne Vorgaben auszukommen. Seine Werke würden die Vielfältigkeit seiner Gedanken ausdrücken. Oft seien sie durch seine Religiosität inspiriert.

Einfälle manifestiert

Jedoch auch die Beobachtung seiner Umwelt lasse ihn zur Tat schreiten. Willi Arlt selber, der Geschichten und kleine Theaterstücke schreibt, verwandelt diese oftmals in Ideen für Eisenplastiken. Er hat das Material Eisen für sich entdeckt. Gibt es ihm doch die Möglichkeit, seine Einfälle zu manifestieren. Meistens entsteht dann etwas Menschliches, das sehr viel mit ihm zu tun hat.

Für Künstler Willi Arlt gilt: Wer ihn sucht, findet ihn in seinen Werken.

(koe)
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