„Kunst Licht“ mit Installationen und Skulpturen auf dem Alten Friedhof

Alter Friedhof : Mit Licht und Kunst verzaubert

Der Alte Friedhof an der Brückstraße war am Wochenende Treffpunkt der Erkelenzer Kunstfreunde. Zum zweiten Mal hatte die Erkelenzer Künstlerin Elke Bürger den ehemaligen Friedhof für ein Wochenende unter dem Titel „Kunst Licht“ mit Lichtinstallationen und Skulpturen zu neuem Leben erweckt.

Gemeinsam mit den Künstlern Gerd Blum, Christa Hammermeister und Alice Müllers-Bonsack hatte sie überall auf dem Gelände Kunst installiert, aufgestellt oder sogar fast versteckt, die es zu finden und zu erkunden galt. Durch den kreativen Einsatz von Lichtquellen erhalten die Werke vor allem am späten Abend eine faszinierende Ausstrahlung“, erläuterte Bürger das Konzept, mit dem sie vor drei Jahren schon einmal auf dem ehemaligen Friedhof zu Gast war.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters bezeichnete in ihrer Begrüßungsansprache den Alten Friedhof als „Kleinod der Stadt“, dessen Zauber bislang erhalten blieb. Als Ort der Kunst und Kultur habe sich der Park mittlerweile bei den Bürgern etabliert. Hubert Rütten vom Heimatverein war natürlich auch für die Besucher, die sich neben der Kunst auch für die Geschichte des Friedhofes interessierten, zur Stelle und beantwortete auf seinen Führungen Fragen.

Gerd Blums „Straße des Lebens“ führte die Besucher geradeaus in Richtung der Kunst. Andere Installationen wie die große und bequeme Mondschaukel luden zum Verweilen und Träumen ein. Auch die Natur spielte mit und leistete ihren Beitrag, denn mit der einsetzenden Dämmerung wurden die zuvor bereits entdeckten Installationen und Bilder erneut völlig neu in Szene gesetzt. So lohnte es sich für die Besucher, sich länger auf dem Friedhof aufzuhalten und sich im wahrsten Sinne des Wortes überraschen zu lassen.

Eine unschöne Überraschung bot sich den Veranstaltern indes am Samstagmorgen: In der Nacht waren einige Strahler, Lampen und Batterien gestohlen worden. Die Täter gelangten vermutlich über die Friedhofsmauer auf das Gelände und bedienten sich an der Technik und an den Getränken. Zum Glück, so Elke Bürger, wurden die Installationen und Skulpturen nicht zerstört oder entwendet. Somit konnte die Kunstaktion fortgesetzt werden.

Wer sich auf dem Alten Friedhof auf die Entdeckungsreise machte, fand auch Skurriles wie den gemütlichen Sessel neben der Stehlampe zwischen zwei Gräbern. Einige Installationen arbeiteten auch mit akustischen Reizen, denn passend zum dargestellten Thema wurden leise Gedichttexte von Alice Müllers-Bonsack eingespielt. Am Samstag und Sonntag wurde das Kunsterlebnis durch die Märchenerzählerin Gabriele Claßen abgerundet, die mit ihren Geschichten die großen und kleinen Zuhörer gleichermaßen ansprach.

Vom 18. bis 20. Oktober wird Elke Bürger wieder zu „Kunst Licht“ einladen, dann jedoch nach Hohenbusch in den Park rund um das Herrenhaus.

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