Künstler-Forum: Kunst-Genuss im Ambiente des Schloss Zweibrüggen

Künstler-Forum : Kunst-Genuss im Ambiente des Schloss Zweibrüggen

Das Übach-Palenberger Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen setzt seine Ausstellungsreihe im Jahr 2018 mit einer Gruppenausstellung mit Werken der Künstler Thomas Bauer aus Monschau, Johannes Donner aus Wegberg und Wolfgang in der Wiesche aus Aachen fort.

Wie in den Vorjahren unterstützen die Sparkassen-Kunststiftung der Kreisparkasse Heinsberg und die Volksbank Heinsberg die Ausstellung. Im Ambiente des Schlosses sind in der Zeit vom 23. September bis 14. Oktober die Arbeiten der Künstler für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Thomas Bauer, geboren in Aachen, lebt und arbeitet als bildender Künstler und Designer in Aachen. Künstlerisch ausgebildet wurde Bauer an der Folkwang-Universität der Künste in Essen. Dort hat er 2012 sein Diplom in experimenteller Gestaltung bei den Professoren Jörg Eberhard und Claudius Lazzeroni gemacht. Bauers voneinander unabhängige Werkreihen basieren jeweils auf einer Experimentierphase im Atelier.

Dabei werden zufällig und ungeplant unterschiedliche Materialien kombiniert und miteinander getestet — bis sich irgendwann eine reduzierte Versuchsanordnung ergibt, die zu einer neuen Reihe führt. Somit steht am Anfang immer der Zufall und am Ende eine versuchsanordnungsbedingte Formsprache, die weder mit den vorherigen noch den nachfolgenden Werkgruppen vereinbar sein muss. Die Festlegung auf nur eine Gestaltungsform wird somit systematisch verhindert. Es entstehen figurative Werke, konzeptionelle Arbeiten und Abstraktionen.

Johannes Donner, geboren in Wegberg, lebt und arbeitet dort auch als freischaffender Künstler und Fotograf seit 1999 im eigenen Atelier und eigener Radierwerkstatt. Die Arbeitsschwerpunkte sind bei Donner die Öl-Malerei.

Der Malprozess bedeutet für ihn, ein Bild entstehen zu lassen und weiter zu gestalten, was sich aus einem Impuls heraus — ausgelöst durch ein Gefühl, eine Wahrnehmung — entwickelt und sich intuitiv in Strukturen, Formen und Farben ausdrückt. Die eigentliche Spannung wird erzeugt durch den Auftrag von Marmormehl oder Sumpfkalk/ Fresko, welche beim Trocknen reißen. Feine und grobe Adern entstehen in den Bildern, explosionsartige, sich aufladende Spannungsfelder.

Wolfgang in der Wiesche, geboren in Braunschweig, arbeitet als freier bildender Künstler und als Komponist und Musiker in den Medien Malerei, (digitale) Grafik, Fotografie, Medienkunst. Der Malvorgang ist weder einseitig vom körperlichen Zufall gestischer Malerei abhängig noch umgekehrt intellektuell konstruiert. Der Absolvent der Meisterklasse im Fach Malerei bei Professor Peter Voigt an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig hält gekonnt die Balance zwischen den Extremen.

Seine Bilder wirken schwebend, tänzerisch, leicht. Sie haben etwas von luftiger Lyrik im Gegensatz zu epischer Schwere und Tiefe. Als moderner Semiotiker beherrscht er das gesamte Inventar der Computerbearbeitung von digitalisierten Ton- und Bilddaten. Gleichzeitig ist er als Musiker und Maler aber so sehr Performer, Spieler mit Spaß an der Freude, dass keine trockene intellektuelle Kunst entsteht, sondern eine Kunst, die Betrachter genießen können.

Die Ausstellung beginnt mit der Vernissage am Sonntag, 23. September, um 11 Uhr im Schloss Zweibrüggen. Der Vorsitzende des Künstler-Forum, Professor Dieter Crumbiegel, und Wolfgang Jungnitsch, Bürgermeister der Stadt Übach-Palenberg, werden die Begrüßung der Gäste und der Künstler vornehmen.

Die Einführung in die Werke und die Arbeiten der ausstellenden Künstler wird durch Benjamin Dodenhoff, Kurator für zeitgenössische Kunst vom Ludwig Forum Aachen, erfolgen. Die Öffnungszeiten der Ausstelung, die bis zum 14. Oktober läuft, sind jeweils an den Sonntagen von 11 bis 18 Uhr sowie jeden Mittwoch von 16 bis 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.