Selfkant: Kümmerer-Netzwerk bringt Senioren ins Internet

Selfkant: Kümmerer-Netzwerk bringt Senioren ins Internet

Vor Jahren wurde das Kümmerer-Netzwerk — eine Art Nachbarschaftshilfe — ins Leben gerufen. Dabei stellen sich Ehrenamtler in den Dienst von Senioren, unterstützten diese unter anderen beim Einkauf oder Behördengängen. Wobei sich auch Senioren im Kümmerer-Netzwerk der Region Gangelt/Selfkant/Waldfeucht in den Dienst von Familien stellen und etwa Kinderbetreuung übernehmen.

Das Kümmerer-Netzwerk, entstanden aus dem EU-Leaderprojekt des Zweckverbandes Gangelt/Selfkant/Waldfeucht, wurde gut angenommen. Wie von Hans Mohren aus Schalbruch beispielsweise. Der Rentner hatte eine glänzende Idee, fand gleich Unterstützung bei Andre Poerteners, ebenfalls aus Schalbruch. Beide entschlossen sich, ihr Wissen am Computer den Senioren kostenlos zu vermitteln.

Der Startschuss erfolgte in Gangelt, dort fand der erste Lehrgang statt. Das Interesse war groß, viele Senioren wollten auch im Alter erlernen, wie man mit PC, Laptop und Co. umgeht und bedient. „Ich nehme im Unterricht natürlich Rücksicht auf das Alter“, sagt Mohren mit Blick auf sehr engagierte Senioren. Diese hatten zwar immer von E-Mails und Internet gehört, wussten aber mit solchen Begriffen ansonsten nichts anzufangen.

Die ersten Schritte wurden dann gemacht, Textverarbeitung und E-Mails schreiben standen zunächst im Mittelpunkt — und machten den Senioren Spaß. Diese zeigten sich sehr lernfähig und sorgten dafür, dass der erste Lehrgang in Gangelt sehr erfolgreich beendet wurde.

Nun steht das Team erneut in den Startlöchern und möchte im Selfkant und auch Waldfeucht die Senioren kostenlos in die Computerwelt einweisen. Im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung Selfkant findet der neue Kurs jeweils mittwochs von 10 bis 12 Uhr statt. Die ersten Anmeldungen liegen vor, weitere Anmeldungen und Auskünfte sind unter Telefon 02545/5828999 möglich. Der Lehrgang wird so schnell wie möglich beginnen, wenn mindestens acht Anmeldungen vorliegen. „Wir sind keine Lehrer, wollen nur unser Wissen weitervermitteln“, betont Hans Mohren.

(agsb)
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