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Heinsberg-Kirchhoven: Kritik an Kirchhovener Bürgerbad

Heinsberg-Kirchhoven : Kritik an Kirchhovener Bürgerbad

Das Freibad Kirchhoven startet am Samstag, 6. Mai, in seine zweite Saison als Bürgerbad und blickt darin auf 80 Jahre seit der Grundsteinlegung zurück. „Wir sind alle verbunden in der Vorfreude auf die bald beginnende Freibadsaison, erklärte Vorsitzender Laury Hubert bei der Mitgliederversammlung.

Sie wählten Axel Vassen als neuen Kassierer, nachdem Thorsten Brodermanns aus beruflichen Gründen zurückgetreten war.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jakob Gerards: „Die Masse der Vorwürfe entbehrt jeglicher Grundlage.“.

Das Freibad Kirchhoven startet am Samstag, 6. Mai, in seine zweite Saison als Bürgerbad und blickt darin auf 80 Jahre seit der Grundsteinlegung zurück. „Wir sind alle verbunden in der Vorfreude auf die bald beginnende Freibadsaison, erklärte Vorsitzender Laury Hubert bei der Mitgliederversammlung.

Fördervereinsvorsitzender Laury Hubert: „Gutsherrenart der verantwortlichen Stellen.“.

Hubert dankte allen Ehrenamtlern und Sponsoren, die sich im Sinne des Freibads engagieren. Die Mitgliederzahl nähere sich langsam, aber stetig der Zahl 700, erklärte Hubert. „Das zeigt, wie nahe wir am Puls der Zeit sind und wie sehr die Leute brennen für das, was wir auf die Beine gestellt haben.“

Hubert berichtete über neue Kooperationen mit Jugendeinrichtungen in der Stadt, über Planungen einer „Freibad-Buslinie“, über die Umbaumaßnahmen und weitere Sanierungen im Bereich der Umkleiden und Sanitäranlagen sowie über die neuen Öffnungszeiten und Eintrittspreise, hier speziell über die neue Premiumkarte für Mitglieder. „Im Prinzip sind wir startklar, und wir freuen uns auf den 6. Mai“, betonte er.

Dann ging er jedoch auf bestehende „Sorgen“ ein. Diese beträfen das Verhältnis zwischen Förderverein, gemeinnütziger GmbH (gGmbH) und den Stadtwerken. Die ehrenamtlich geleistete Arbeit drohe an der „Schikanehaltung der Stadtwerke Heinsberg GmbH zu scheitern“, empörte er sich. „Die Geschäftsführung der Stadtwerke Heinsberg GmbH torpediert und behindert in nicht nachvollziehbarer Weise unsere Arbeit.“

So sei ein bereits zugesagter Container, für den eigens ein Betonfundament erstellt worden sei, nicht ausgehändigt worden. „Wertvolle Schwimmbadtechnik“ in Form einer Speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS), zuvor in Oberbruch in Betrieb, sei plötzlich „durch Einbruch gestohlen worden“. Warum eine solch wertvolle Anlage nicht eingelagert werde, wollte Hubert wissen. „Wurde Anzeige erstattet?“

Schließlich werde die Einsatzplanung „sabotiert, indem uns wochenlang die Urlaubswünsche der Badeaufsicht nicht mitgeteilt werden“. Jetzt seien für die vier Fachangestellten 60 Urlaubstage während der Freibadsaison angemeldet. „Wie soll man denn da eine Beckenaufsicht sicherstellen?“

Die Ehrenamtler in Förderverein und gGmbH seien kein „Bittsteller“, betonte er. „Die Gutsherrenart der verantwortlichen Stellen innerhalb der Stadtwerke nehmen wir nicht hin.“ Die Stadtwerke hätten einen „Bürgerauftrag. Und den fordern wir nachdrücklich ein“, schloss Hubert unter Beifall der Mitglieder.

Jakob Gerards, Erster Beigeordneter der Stadt Heinsberg und zusammen mit dem Leitenden Stadtrechtsdirektor Hans-Walter Schönleber Geschäftsführer der Stadtwerke Heinsberg GmbH, lässt die Vorwürfe von Hubert nicht gelten. „Die Masse der hier erhobenen Vorwürfe entbehrt jeglicher Grundlage“, erklärt er.

„Wir verhalten uns so, wie die zwischen den Stadtwerken und der gGmbH geschlossenen Verträge es vorsehen.“ Gemeint sind der Nutzungsvertrag und der Arbeitnehmer-Überlassungsvertrag. „Beide Verträge sind in der Vergangenheit einvernehmlich gemeinsam erstellt worden.“

Ein Container sei nicht zugesagt worden, erklärt Gerhards. Der besagte Container aus dem ehemaligen Freibad in Oberbruch werde am Betriebsgelände der Wasserwerke zur Lagerung von Wasserzählern gebraucht. Im Übrigen seien tatsächlich zugesagte Materialien wie Schließfächer oder Pumpen bisher noch nicht abgeholt worden.

Was die SPS betreffe, sei diese in Oberbruch fest verbaut gewesen. Sie habe nicht zusätzlich gesichert werden können, so Gerhards weiter. Der Zeitpunkt ihres Verschwindens könne nicht mehr festgestellt werden. „Daher wurde die Erfolgsaussicht einer Anzeigenerstattung nach juristischer Prüfung als gering eingestuft.“

Tatsächlich würden vier Fachangestellte 60 Urlaubstage mit in die Freibadsaison nehmen, bestätigt der Geschäftsführer der Stadtwerke. 2014 habe es in der Freibadsaison in Oberbruch nur drei Fachangestellte gegeben mit insgesamt 70 Urlaubstagen, fügt er hinzu.

Wenn Urlaubsanträge für die Freibadsaison zuvor in der Hallenbadsaison gestellt würden, seien sie vom Verleiher, also den Stadtwerken, zu genehmigen und dem Entleiher, also der gGmbH anzuzeigen, erklärt Gerards Paragraf fünf des Arbeitnehmer-Überlassungsvertrages. Diese Information habe die gGmbH am 27. März erhalten.

Dass die Stadtwerke mit dem Freibad im Betrieb als Bürgerbad Geld einsparen würden, wie Hubert behaupte, sei auch falsch, so Gerards. „Bis auf die Grünpflege spart der Betrieb als Bürgerbad bei den Stadtwerken keine Kosten“, betont er. „Die Kosten sind nahezu die gleichen wie bisher.“