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Kreis Heinsberg: Lehrgang in technischer Hilfeleistung der Feuerwehr

Damit jeder Handgriff sitzt : Feuerwehrleute üben Rettung nach Verkehrsunfällen

In 52 Stunden Theorie und Praxis haben insgesamt 24 Feuerwehrleute am Lehrgang „Technische Hilfeleistung“ teilgenommen. Ziel ist eine einheitliche Vorgehensweise auf Kreisebene.

Der Kreis Heinsberg führte kürzlich den Lehrgang „Technische Hilfeleistung'' für Feuerwehrangehörige des Kreises durch. Aufgrund der hohen Gefahrenpotenziale legte der Kreis Heinsberg als Ausrichter, wie auch schon in den Lehrgängen zuvor, höhere Anforderungen als die geforderten 35 Stunden vom Land Nordrhein-Westfalen an diesen Lehrgang an.

Moderne Fahrzeugtechniken sorgen für verbesserten Schutz der Fahrzeuginsassen. Hierdurch konnte die Anzahl der Verkehrstoten und lebensgefährlich Verletzten in den letzten Jahrzehnten erheblich und kontinuierlich gesenkt werden. Starben laut statistischem Bundesamt im Jahr 1991 bundesweit noch 11.300 Menschen bei Verkehrsunfällen, waren im Jahr 2017 nur 3.177 Todesfälle zu beklagen, obwohl die Anzahl an Fahrzeugen und somit auch der Verkehr stetig steigt.

Auch die Zahl der nach Verkehrsunfällen eingeklemmten Personen sinkt weiter. Die modernen Sicherheitstechnologien bieten immer mehr Schutz, erschweren aber teilweise auch die notwendigen Arbeiten der Rettungskräfte, um die Insassen aus einem Fahrzeug zu befreien.

An zwei Tagen pro Woche, sowie an drei Samstagen wurden die Einsatzkräfte in 52 Stunden theoretisch und praktisch auf dem Gelände des Bauhofs der Gemeinde Gangelt weitergebildet. In diesem Lehrgang konnte Lehrgangsleiter und stellvertretender Kreisbrandmeister Günter Paulzen 24 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet begrüßen. „Ziel des Lehrgangs soll sein, auf Kreisebene eine nahezu einheitliche Vorgehensweise anzuwenden“, so Paulzen.

Eine wichtige Aufgabe der Feuerwehren ist unter anderem das Retten von Personen nach einem Verkehrsunfall. Die besonderen Anforderungen die an die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst gestellt werden, sowie die notwendigen speziellen Kenntnisse von Geräten und Einsatztaktiken werden auf diesem Lehrgang vermittelt. Inhalte des Lehrgangs sind dabei die rechtlichen und physikalischen Grundlagen, das Bewegen und Heben von Lasten sowie das Sichern bei Hoch- und Tiefbauunfällen.

Einer der wichtigsten Schwerpunkte liegt hierbei auf der schonenden technischen Rettung aus Kraftfahrzeugen.
Am Ende des Lehrgangs stand für die 24 Teilnehmer, die sich mit viel Engagement und Teamgeist in ihrer Freizeit für die Freiwilligen Feuerwehren einsetzen, die Abschlussprüfung. Diese wurde vom Kreisbrandmeister Klaus Bodden abgenommen.
Alle Teilnehmer haben den Lehrgang mit Erfolg bestanden. Nun kann das Erlernte in den Löscheinheiten umgesetzt und eingesetzt werden, um freiwillig jederzeit der Bevölkerung, rund um die Uhr, das ganze Jahr über, in Notlagen zur Seite zu stehen.

Folgende Einsatzkräfte haben den Lehrgang erfolgreich abgeschlossen:

  • Luis Wallraven, Freiwillige Feuerwehr Erkelenz;
  • Marcel Jansen und Marius Palmen, Freiwillige Feuerwehr Gangelt;
  • Levin Stenner, Daniel Dewald und Marcel Hülswitt, Freiwillige Feuerwehr Geilenkirchen;
  • Andreas Schulzu und Bastian Drunk, Freiwillige Feuerwehr Heinsberg;
  • Jessica Moll, Robin Kuhnert und Yannic Gosau, Freiwillige Feuerwehr Hückelhoven;
  • Ralph Timmermanns, Freiwillige Feuerwehr Selfkan; Kay Fuchs und Julian Mäntz, Freiwillige Feuerwehr Übach-Palenberg;
  • Frank Küppers, Felix Rombey, Jonas van Helden und Lukas Zander, Freiwillige Feuerwehr Waldfeucht;
  • Stefan Schlösser, Lennart Minkenberg und Christoph Lemmens, Freiwillige Feuerwehr Wassenberg;
  • Marvin Michels, Thoren Quast und Lena Graab, Freiwillige Feuerwehr Wegberg.
(red)