Von Piano-Solo bis Weihnachten mit Will: Kreis Heinsberg ist kulturell ganz vorne mit dabei

Von Piano-Solo bis Weihnachten mit Will : Kreis Heinsberg ist kulturell ganz vorne mit dabei

Eine ganze Reihe von bevorstehenden Veranstaltungen in der Region beweisen, dass der Heinsberger Raum zwar ländlich geprägt, in kultureller Sicht allerdings keinesfalls provinziell ist.

„Das Interesse für unterschiedliche kulturelle Einflüsse ist da“, sagt Thomas Back, Leiter des Vertriebsmanagements der Volksbank Heinsberg. Und diese Kultur solle auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Durch unser Zutun sind die Eintrittspreise erschwinglich“, sagt Volksbankvorstand Klaus-Dieter Kroll bei der Vorstellung einiger Veranstaltungen, die von der Bank unterstützt werden.

Ingo Appelt: Es sei schon zur Tradition geworden, sagt Kroll, dass die Bank in der 400 Besucher fassenden Festhalle Braunsrath einen eigenen Comedy-Abend auf die Beine stellt. Am Samstag, 10. November, 20 Uhr, kommt nun Ingo Appelt mit seinem Programm „Besser ... ist besser!“ nach Braunsrath. „Der nimmt kein Blatt vor den Mund und findet oft überraschend simple Lösungen für komplizierte Probleme“, sagt Kroll. Getreu seinem Motto „ganz ohne Schweinereien geht‘s nicht“ fasse Appelt dabei ungehemmt Themen an, die andere beschämt links liegen lassen. (Karten: in den Volksbankfilialen und unter www.rurtal-produktion.de)

Jazz im Rondell: Theo Krings, Leiter der Jugendmusikschule Heinsberg, hat für die seit fünfeinhalb Jahren laufende Reihe Jazz im Rondell wieder einmal namhafte Künstler ins Klevchen geholt. Am Donnerstag, 11. Oktober, 20 Uhr, kommt zunächst Hellmut Hattler, „ein legendärer deutscher Bassist“, wie Krings sagt. Hattler präsentiert dann eine Mischung aus Jazz, Pop und Funk.

Mit Greg Howe kommt am Montag, 5. November, 20 Uhr, ein Gitarrenschwergewicht. „Greg Howe ist eine zentrale Figur der Entwicklung des Gitarrenspiels“, sagt Krings. „Das ist die alleroberste Kategorie.“ Ins Rondell kommt er im Rahmen seiner Wheelhouse-Tour mit Ernest Tibbs, Bass, und Gianluca Palmieri, Drums.

Wenig später, am Mittwoch, 14. November, 20 Uhr, kommt ein Stammgast ins Klevchen. Pianist Walter Fischbacher ist mit seinem Trio zu Gast, zu dem auch Petr Dvorsky, Bass, und Ulf Stricker, Drums, gehören. Mit dabei ist auch Sänger Beat Kaestli, der seit 1993 in New York lebt und sich schnell einen Namen mit Interpretationen der amerikanischen Jazzstandards gemacht hat. (Karten: bei der Jugendmusikschule, www.jms-hs.de)

Klassik im Rondell: In dieser Reihe könne man Musikgrößen erleben, die man sonst eher in der Carnegie Hall, der Elbphilharmonie oder der Berliner Philharmonie sieht. „Nur dass man bei uns nicht 30 Meter weit weg sitzt, sondern fünf“, sagt Krings. Am kommenden Sonntag, 30. September, 17 Uhr, ist Fabian Müller mit einem Klavier-Solo-Konzert zu Gast.

Es folgt ein Konzert des Kammerchores Heinsberg mit „Volksliedern in Original und Bearbeitung“ am Tag der deutschen Einheit, Mittwoch, 3. Oktober, 17 Uhr. „Das Konzert steht unter der Überschrift: Die Gedanken sind frei“, sagt Krings. (Karten: bei der Jugendmusikschule, www.jms-hs.de)

Heinsberg ge(h)nießen: Stadtführer Helmut Hawinkels hat sich für seine beliebten kulinarischen Rundgänge durch die Stadt etwas Neues einfallen lassen. Im Jahr 2016 begann Hawinkels mit seinen kulinarischen Führungen durch die Heinsberger Oberstadt. Und die erfreuen sich stets großer Beliebtheit. Nun weitet Hawinkels sein Angebot auch auf die Unterstadt aus. Die Führungen, an denen in der Regel rund zwölf Personen teilnehmen sollen, führen dann von der Buchhandlung Gollenstede zum Krankenhaus, von dort weiter über die Apfelstraße und die Patersgasse zur Hochstraße. Eingekehrt wird dann bei Kon Vinum und später am Markt im Restaurant Medaillon. „Ich bin optimistisch, dass die Führungen in der Unterstadt ein ähnlich positives Echo erfahren wie die in der Oberstadt“, sagt Hawinkels. Die Termine werden noch bekanntgegeben.

Improvisationstheater Springmaus: Was beim Springmaus-Auftritt am Donnerstag, 29. November, 20 Uhr, in der Aula der Realschule Geilenkirchen passieren wird, kann aktuell noch niemand voraussagen. „Zum Programm kann man wenig sagen, weil es zu 80 bis 90 Prozent Improvisation ist“, sagt Christian Macharski. Einen Titel hat das Weihnachtsprogramm, das im Rahmen der Geilenkirchener Kabarettreihe stattfindet, trotzdem: „Auf die Tanne, fertig, los!“ Macharski: „Das sind immer spannende Abende.“ (Karten: bei allen bekannten Vorverkaufsstellen)

Hastenraths Will: Vor dem Weihnachtsfest wird Christian Macharski sich wieder in den bekanntesten Landwirt des Kreises Heinsberg verwandeln: „Die Weihnachtsgeschichte nach Will“ wird am Sonntag, 9. Dezember, 19 Uhr, in der Stadthalle Heinsberg aufgeführt. Das ist das einzige Mal, dass Will seine Weihnachtsgeschichte — abgesehen von zwei Dinner-Shows — als abendfüllendes Programm im Kreis Heinsberg auf die Bühne bringt. Wer Hastenraths Will kennt, dem ist natürlich klar, dass er das biblische Original der Weihnachtsgeschichte nicht einfach nur nacherzählt, sondern unterhaltsam erläutert, interpretiert und bewertet. „Das wird feierlich. Es ist etwas anderes als die Hastenraths-Will-Programme, die man sonst so kennt“, sagt Christian Macharski.

Begleitet wird der Landwirt und Ortsvorsteher von den Musikern Josef Wallraven und Dirk Bachmann. Die Bibelstellen, die den Ausgangspunkt jeder Szene bilden, hat Joachim Kerzel eingesprochen, ein bekannter Synchronsprecher, der auch Anthony Hopkins, Dennis Hopper und Jack Nicholson seine Stimme leiht. (Karten: bei allen bekannten Vorverkaufsstellen)