Erkelenz: Kreative wollen aktiv Dorfleben gestalten

Erkelenz: Kreative wollen aktiv Dorfleben gestalten

Zum mittlerweile 24. Mal fand jetzt die Hobbykünstler-Ausstellung im Holzweiler Pfarrheim statt. An einem sonnigen Herbsttag kamen zahlreiche Besucher, um die Kunstwerke der Kreativen zu bestaunen und ein paar Geschenke für sich selbst und andere mit nach Hause zu nehmen.

„Meine Einkaufsliste ist lang“, sagte Astrid Wolters, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Erkelenz, bei der Eröffnung. Ob handgefertigte Grußkarten, Schmuck oder Herbstdekorationen — für jeden Geschmack ist etwas dabei. Das konnte man wörtlich nehmen, denn in der Cafeteria im Keller wartete außerdem ein üppiges Kuchenbuffet auf die Besucher.

„Holzweiler soll keine Schlafstadt werden“, unterstrich Johannes Oellers, Vorsitzender des Ortsverbandes, und spielte dabei auf den immer näher rückenden Tagebau Garzweiler II an. „Wir wollen mit Aktionen wie dieser zeigen, dass unser Dorf lebens- und liebenswert ist.“ Holzweiler werde auch in Zukunft ein starkes und gewichtiges Dorf bleiben, versicherte daraufhin Wolters.

Gerade das Dörfische sei es, was Ausstellerin Gerlinde Grevenrath an der Veranstaltung gefalle. „Ich freue mich jedes Jahr auf die Ausstellung, weil die Ausstellergemeinschaft so schön ist“, so die Erkelenzerin, die in Holzweiler Grußkarten verkaufte. „Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück und dann geht es los“, erklärte Grevenrath.

Zum ersten Mal dabei war dieses Jahr Cornelia Lehman aus Rheydt. Sie bot gehäkelte Kuscheltiere an. „Hier im Dorf wird noch was dafür getan, Brauchtum zu erhalten“, sagte sie.

Eine Besonderheit in diesem Jahr war der Stand der „Perspektive für Holzweiler“. Die Interessengemeinschaft hatte sich zusammengefunden, um bei den Plänen für die Zukunft Holzweilers aktiv mitzuwirken.

„Die Landesregierung hat auf der Website www.leitentscheidung-braunkohle.nrw den Bürgern die Möglichkeit gegeben, ihre Vorschläge online einzureichen“, bemerkte Vorsitzender Thorsten Moll. „Um auch Bürger ohne Internet zu erreichen, sind wir heute hier.“