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Krankenhaus Heinsberg: Neue Chefärzte und Abschied in der Chirurgie

Krankenhaus Heinsberg : Neue Chefärzte und ein Abschied in der Chirurgie

Nach 27 Jahren in Heinsberg als Chefarzt der Abteilung Chirurgie verlässt Dr. Nikolaos Mastragelopulos das Heinsberger Krankenhaus, um in den Ruhestand zu treten. Dies nahm die Geschäftsleitung nun zum Anlass, die Chirurgie neu aufzustellen.

Neben dem Bereich Unfallchirurgie und Orthopädie, den Chefarzt Dr. Claus Cieslok seit 2013 unter seiner Führung hat, wird der ehemals von Dr. Mastragelopulos verantwortete chirurgische Abteilungsbereich in die Gefäßchirurgie sowie Allgemein- und Viszeralchirurgie aufgeteilt.

Bereits im Herbst war Dr. Thomas Büllesbach zum Chefarzt der Gefäßchirurgie ernannt worden. Jetzt folgte Dr. Konstantinos Lioupis dem Ruf des Heinsberger Krankenhauses und übernahm die Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Beide neuen Chefärzte sind im Heinsberger Krankenhaus bekannte Gesichter“, so Geschäftsführer Heinz-Gerd Schröders. So hat Dr. Thomas Büllesbach bereits 2002 nach einigen Jahren im Marienkrankenhaus Soest seine Tätigkeit am Heinsberger Krankenhaus aufgenommen.

Hier war er zunächst Assistenz-, dann Ober-, dann leitender Oberarzt und nun Chefarzt der Gefäßchirurgie. Als Facharzt für Chirurgie sowie Gefäßchirurgie und endovaskulärer Chirurg leitet er gemeinsam mit Dr. Günter Mertens, Chefarzt der Inneren Medizin, und Dr. Otto-Wilhelm Kuhrt-Lassay, diabetologischer Oberarzt der Inneren Medizin, das fachabteilungsübergreifende Gefäße- und Diabetes-Zentrum. Darin werden sowohl Untersuchungen als auch Behandlungen von den Fachabteilungen Angiologie, Diabetologie und Gefäßchirurgie bei allen Gefäßpatienten in enger Zusammenarbeit abgestimmt.

Darüber hinaus leitet Dr. Büllesbach mit Dr. Günter Mertens und in Kooperation mit dem MVZ Diaverum Erkelenz das Shunt-Zentrum – eines der ersten bundesdeutschen regionalen Zentren für Dialysezugänge. Zu seinen klinischen Schwerpunkten zählt Dr. Büllesbach sowohl die gefäßchirurgische Therapie von Durchblutungsstörungen der hirnversorgenden Gefäße, Arme und Beine, das Legen von arteriovenösen Dialyse-Shunts, die Behandlung von Krampfadern und Thrombosen sowie des diabetischen Fußsyndroms.

Auch Dr. Konstantinos Lioupis ist in Heinsberg kein Unbekannter, denn zum einen ist er gebürtiger Heinsberger und zum anderen hat er von 2004 bis 2008 Teile seiner chirurgischen Ausbildung im Heinsberger Krankenhaus absolviert. Im Klinikum Ludwigshafen erwarb er in der Folge die Facharztbezeichnung Chirurgie und Viszeralchirurgie wie auch die Zusatzbezeichnung Spezielle Viszeralchirurgie, bevor er 2015 zum Oberarzt ernannt wurde. Zu seinen klinischen Schwerpunkten gehören gutartige und bösartige Erkrankungen der Bauchhöhle, die Hernienchirurgie sowie die Chirurgie der Schilddrüse und Nebenschilddrüse. Minimal-invasive Verfahren spielen hierbei eine zentrale Rolle.

„Wir sind überzeugt, dass wir mit Dr. Büllesbach und Dr. Lipoupis kompetente Chefärzte gefunden haben, die mit Dr. Cieslok und den übrigen Fach- und Assistenzärzten der Abteilung Chirurgie ein sehr gutes Team bilden werden“, ist sich der Aufsichtsratsvorsitzende und Heinsberger Bürgermeister Wolfgang Dieder sicher.

Abschied nehmen mussten die Kolleginnen und Kollegen von ihrem langjährigen Chefarzt Dr. Nikolaos Mastragelopulos. Vor über 27 Jahren war er aus dem Klinikum Karlsruhe an das Heinsberger Krankenhaus gewechselt. Seine Bilanz: „Während meiner chefärztlichen Leitung wurden in der Chirurgie insgesamt rund 66.000 ambulante und stationäre Operationen durchgeführt – für die Größe des Hauses eine ganze Menge. Das heißt: Jeden Bewohner der Stadt Heinsberg haben wir etwa zwei Mal operiert – rein statistisch natürlich.“

Er initiierte beispielsweise schon in den 90er Jahren eine ständige Tumorkonferenz unter Beteiligung externer Spezialisten und etablierte später ein zertifiziertes Magen-Darm-Zentrum. Schon früh setzte er sich mit der Geschäftsleitung für die Anerkennung als akademisches Lehrkrankenhaus der Uni Aachen ein und warb persönlich dafür bei den Gremien in Aachen.