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Denkmaltag an Schacht 3: Kostenlose Führungen auf Sophia-Jacoba

Denkmaltag an Schacht 3 : Kostenlose Führungen auf Sophia-Jacoba

Die Geschichte der Stadt Hückelhoven ist eng verknüpft mit der Zeche Sophia-Jacoba. Am Denkmaltag bietet der Förderverein Schacht 3 Führungen an.

In den Jahren 1923/34 entstand das Fördergerüst Schacht 3 der Zeche Sophia-Jacoba. In 48 Metern Höhe sind die zwei übereinander angeordneten Seilscheiben angebracht, die dem Denkmal einen einmaligen Eindruck verleihen. Am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 11. September, haben Besucher Gelegenheit, mit dem Förderverein Schacht 3 Hückelhoven auf Spurensuche über das Denkmalgelände zu gehen. Die Zeche öffnet ihre Tore und macht den Blick frei in die Maschinenhalle samt technischer Ausstattung.

Mitglieder des Vereins informieren bei kostenlosen Kurzführungen über die Geschichte des Bergwerks, richten den Blick auf Merkmale, die an den einstigen Arbeitsalltag der Kumpel erinnern.

„Jede historische Bausubstanz erzählt auf ihre Weise nicht nur Geschichte, sondern auch Geschichten“, betonen die Organisatoren vom Förderverein. In Hückelhoven konnte 1914 die erste Steinkohle gefördert werden. 1917 wurde die Zeche an eine niederländische Gesellschaft veräußert. Ihren Namen erhielt sie als Erinnerung an zwei Ehefrauen – die eine war Frau eines Gründungsmitglieds der Gesellschaft, die andere die Frau des neu gewählten Grubenvorstands. Mit der Fertigstellung von Schacht 2 und Schacht 3 wuchs auch die wirtschaftliche und städtebauliche Bedeutung der Zeche für Hückelhoven. 1959 waren hier fast 5700 Menschen beschäftigt. 1997 wurde die Zeche stillgelegt.

Geöffnet ist Schacht 3 am Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Führungen veranstaltet der Förderverein Schacht 3 Hückelhoven, die letzte Führung startet um 15.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(red)